Praktikum in England

Praktikum in England – Erfahrungen 2

Anscheinend mochtet ihr den ersten Teil meines England-Berichts ganz gerne, also lasse ich mich nicht lange bitten und freue mich darauf, heute für euch Part 2 abzutippen. Heute in zwei Wochen werde ich schon wieder in Deutschland sein und meine Gefühle schwanken zwischen unendlicher Vorfreude und einer drückenden Traurigkeit, lovely England bald wieder zu verlassen. Aber darum soll es heute nicht gehen.

Arbeiten/Praktikum in England

Natürlich kann ich hier nur von meinem Arbeitsplatz berichten. Da viele von euch nachgefragt haben, was ich mache und wie es eigentlich dazu kam, gehe ich darauf jetzt nacheinander ein. Bei weitere Fragen – ab in die Kommentare damit :)

Wie kam es dazu?

Ich würde euch ja jetzt gerne eine Strategie nennen, wie ihr an ein solches Praktikum kommt, aber das kann ich leider nicht, denn bei mir war es purer Zufall. Eine Freundin lebt und arbeitet in England und fragte mich eines Tages (Klingt ja fast wie im Märchen), ob ich nicht Interesse an einem Praktikum hätte, da ihre Firma deutsche Unterstützung gebrauchen könnte. Ich habe mir also schnell die Stellenausschreibung mailen lassen, allerdings hat diese mir nicht gerade viel gebracht. Also habe ich meinen Lebenslauf einfach mal rüber geschickt, absagen kann man dann ja immernoch. Ein paar Tage später kam dann eine Antwort, mit der Bitte, einen Termin für ein Telefonat zu bestätigen. Zwei Tage später telefonierte ich also mit einem wasch-echten Briten und Himmel, ich war vorher irre aufgeregt, ich könnte ihn nicht verstehen. Zugegeben, am Anfang war das auch gar nicht so leicht, aber nach 5 Minuten ging es dann recht gut. Ich gehöre eher zu der Fraktion, die einfach mal darauf los plappert und sich nicht so viele Gedanken um Grammatik macht, und das kann ich hierbei auch wirklich empfehlen. Einen Tag später hatte ich dann ein weiteres Telefonat und schwups, ich hatte den Job.

Was genau mache ich eigentlich?

Ja, das wusste ich selbst nicht genau, als ich hier ankam. Ich bin aus der Stellenanzeige nicht wirklich schlau geworden und auch bei dem Telefonat habe ich nicht viel heraus bekommen. Dementsprechend war der erste Tag recht spannend, und ich habe auch schnell mitbekommen, für was ich so alles zuständig bin. Ich würde meine Arbeit hier weniger als Praktikum bezeichnen, sondern eher als Zeitarbeiter-Job. Im Grunde übersetze und verbessere ich Produktbeschreibungen, optimiere Titel, Stichpunkte und Keywords, um die Produkte auch für das deutsche Amazon tauglich zu machen. Dabei handelt es sich um Office-Produkte, sprich beispielsweise Schredder, Laminiergeräte, aber auch Stifte und Locher. Alles in Allem also nicht gerade der spannendste Job, aber ohne ihn wäre ich nunmal nicht in England.

Bezahlung, Arbeitszeiten und Arbeitsklima

Ja, ich werde hier bezahlt, und das auch nicht gerade schlecht. Solltet ihr jemals ein bezahltes Praktikum in England bekommen, freut euch allerdings nicht zu früh, wenn ihr die Summe hoch findet, denn ihr könnt das Geld hier auch wirklich gebrauchen, da der Unterhalt nicht gerade billig ist. Vorallem die Mieten in London und Umgebung sind sehr hoch! Im Grunde arbeitet man in England wohl nur 35 Wochenstunden, auch ich habe dieses Vergnügen. Ich arbeite von 9-17 Uhr, Montag bis Freitag. Das Arbeitsklima hier in meinem Büro finde ich vollkommen in Ordnung. Es handelt sich um ein Großraumbüro, dass allerdings um mehrere Ecken geht und das komplette dritte Stockwerk aufüllt, aber fragt mich bitte nicht, wie viele Leute hier arbeiten, ich kann echt nicht schätzen. Aber sagen wirs mal so: Ein paar Gesichter behält man schnell. Jeder hier ist super, super höflich, außerdem wird es hier auch gar nicht so eng gesehen, nach der Arbeit mal mit dem Chef ins Pub zu gehen, was mir sehr gefällt, da es nicht ganz so angespannt ist. Wir wurden zudem auch ein paar Mal von unserem Chef zum Essen eingeladen, das hat mich schon sehr beeindruckt! Im Grunde glaube ich aber nicht, dass das Arbeiten in England großartig anders ist, als das in Deutschland. Die Arbeitszeiten unterscheiden sich aber (in England wird oft auch am Wochenende gearbeitet), außerdem gibt es hier übrigens keine Raucherpausen, wie so oft in Deutschland. Rauchen geht nur in der Mittagspause, aber das finde ich schon in Ordnung.

Praktikum in England

Shoppen (Kleidung und Lebensmittel)

Das Shoppen in England finde ich ebenfalls nicht sooo sehr anders als in Deutschland. Allerdings gibt es hier einige Supermärkte wie Tesco und Asda, die 24 Stunden am Tag geöffnet haben, Ruhetage an Samstagen und Sonntagen gibt es hier aber grundsätzlich nicht. Besonders schockiert war ich ehrlich gesagt darüber, wie teuer Käse und Wurst sind. Vorallem Käse ist eines meiner Grundnahrungsmittel geworden, und 3 Pfund für 5 Scheiiben Gauda finde ich dann schon etwas happig. (Aber roter Cheddar ist glaube ich der beste Käse, den ich jemals essen durfte). Die Wurst hier schmeckt auch ehrlich gesagt mehr nach Fett und Brei, als nach Wurst. Da lobe ich mir das gute, deutsche Essen ;)

Wenn ihr Kleidung und Kosmetik kaufen wollt, dann ist England schon ein kleiner Traum. Während in Deutschland Primark immer noch total gehypet und eklig überfüllt ist, ist Primark in England eine ganz normale Kette, die auch nicht ganz so voll ist, solange ihr nicht am Oxford Circus an einem Samstag Nachmittag shoppen wollt. Auch River Island, Topshop, Next und New Look sind Ketten, die wir eher weniger in Deutschland haben und deswegen eventuell spannend für euch sind. Besonders toll finde ich übrigens die Drogerien wie Boots und Superdrug, denn hier habt ihr eigentlich immer ‚3 für 2‘ oder ‚Buy one, get one half prized‘ Angebote, die für mich als Kosmetikliebhaberin natürlich ein absolutes Highlight sind. Da könnten sich DM und Rossmann gerne eine Scheibe abschneiden!

 

Gespannt auf Part 3? Lasst mich gerne wissen, ob ihr noch weitere Fragen habt! :)

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14 Comments

  • Reply
    iivorybeauty
    17. September 2014 at 16:55

    Ich finde ein Praktikum im Ausland total interessant, aber ich bin wohl noch eindeutig zu jung dafür. Ich finde es gut, dass du alles in Kategorien aufteilst und alles genau erklärst, toller Post! :)
    Liebe Grüße ♥

    • Julia
      Reply
      Julia
      18. September 2014 at 9:24

      Vielleicht wäre ja ein Austausch besser für dich? Da ist man nicht ganz so lange weg und hat auch eine Gastfamilie, ist also nicht auf sich alleine gestellt? :)

      Vielen Dank, bin gespannt, wie dir Part 3 gefällt :)

  • Reply
    Linda
    17. September 2014 at 18:38

    Toller Beitrag, fand ich wirklich sehr interessant zu lesen. Klingt echt nach einer tollen Zeit :)
    Bin gespannt auf Teil 3!

    • Julia
      Reply
      Julia
      18. September 2014 at 9:25

      Vielen Dank Linda,

      bin gespannt, was du dann zu Teil 3 sagen wirst :)

  • Reply
    Margaret Dallospedale
    17. September 2014 at 21:16

    Hi babe, adorable pics
    Kisses
    Maggie D.
    The Indian Savage Diary Fashion blog

    • Julia
      Reply
      Julia
      18. September 2014 at 9:25

      Thank you Maggie :) ♥

  • Reply
    Myriam
    17. September 2014 at 22:57

    Das Foto mit dem englischen Frühstuck ruft sorfort wieder Erinnerungen an meinen letzten London Aufenthalt hervor. Ich liebe es. :) Kennst du schon die Sandwiches von pret-a-manger? Wenn nicht, solltest du die unbedingt mal probieren, die sind so gigantisch lecker. Ich wünsche dir noch viel Spaß in der Stadt mit den schönen roten Bussen und schwarzen Taxis. LG Myri

    • Julia
      Reply
      Julia
      18. September 2014 at 9:26

      Ich war schon einmal kurz im pret-a-manger drinnen, habe dann aber nichts mitgenommen. Wenn du die Sandwiches so magst, dann sollte ich an meinem letzten Wochenende umbedingt noch eines probieren, ich hoffe, das schaffe ich :)

      Vielen Dank für dein liebes Kommentar Myri :)

  • Reply
    Margaret Dallospedale
    18. September 2014 at 21:38

    Hi beautiful Julia
    I really like your blog I hope you write also in english
    Kisses
    Maggie D.
    The Indian Savage diary Fashion Blog

    • Julia
      Reply
      Julia
      19. September 2014 at 10:12

      I’ll try :)

      Thanks Maggie! ♥

  • Reply
    Wakila
    19. September 2014 at 10:11

    Das hört sich sooo interessant an! Freut mich, dass du Spaß hattest, und kaum zu glauben, dass du bald schon wieder kommst… Wie schnell die Zeit vergeht..
    Bin schon auf den 3. Teil gespannt :)

    Liebe Grüße,
    Wakila von http://www.helloblack.net

    • Julia
      Reply
      Julia
      19. September 2014 at 10:13

      Danke dir Wakila :)

      Stimme dir zu, drei Monate vergehen wirklich wie im Flug!

      ♥ :)

  • Reply
    Isabelle
    16. Dezember 2014 at 16:46

    Wow das klingt toll! Klar muss man sich am Anfang auf ein fremdes Land einstellen, gerade wenn es um Preise und Lebensmittel geht, aber klingt nach einer tollen Erfahrung! Ich war für sechs Wochen in Budapest für ein Praktikum, nicht über Kontakte aber auch ein glücklicher Zufall. Und es war so anders als Deutschland ;)
    Danke dir für deinen Kommentar auf meinen Blog, deiner gefällt mir auch echt gut!

    Lieben Gruß, Isabelle

  • Reply
    Beauty Favoriten im April
    13. Mai 2015 at 0:20

    […] diesen Concealer habe ich mir in England gekauft, da er in Deutschland nicht erhältlich ist. Ich muss auch sagen, dass der Hype total […]

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