Du als Blogger

„Du als Blogger solltest..“ // DDMRN

Was gibt es Schöneres, als am Morgen mit einem richtigen Kater aufzuwachen? Da gibt es nur noch eine Sache, die den Tag noch besser machen kann: Negative Kommentare auf dem Blog. Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass mich derartige Kommentare total kalt lassen, denn irgendwie ist es ein doofes Gefühl, wenn etwas, in das man viel Arbeit gelegt hat, kritisiert wird. Doch gerade wenn es sich nicht wirklich um Kritik handelt, sondern eher um sinnloses „schlecht-machen“ handelt, dann verfliegt der Ärger schnell und ich amüsiere mich stattdessen darüber. So auch heute, als ich den Kommentar bekam, wie verwunderlich es ist, dass „ich als Blogger“, diesen einen Spiegel (seht ihr hier) doch toll finde. Ein Kommentar, der mich dazu inspiriert, diesen Artikel in der „Dinge, die mich richtig Nerven„-Reihe zu verfassen.


„Du als Blogger solltest..“

Oder auch: Tschüss Individualität

Wenn ihr keinen Beitrag darüber lesen wollt, wie ärgerlich es ist, dass die Individualität auf vielen Blog oder Instagram Accounts verloren geht, dann muss ich euch enttäuschen, denn genau das wird es. Vorher möchte ich allerdings klar stellen, dass ich mich nicht für besonders individuell halte, zudem möchte ich niemanden direkt kritisieren. Stattdessen möchte ich eine allgemeine Beobachtung mit euch teilen und eure Meinung dazu erfahren.

„Du als Blogger solltest doch..“

Ja, aber was sollte ich denn? Zu Ikea rennen und die weißen Hochglanz-Möbel kaufen, die derzeit bei Bloggern so beliebt sind? Meine Wohnung nicht so einrichten, wie es mir gefällt, weil ich ja schließlich Blogger bin? Tut mir Leid, aber nein.

Ich finde weiße Möbel schön (ich bin ja auch nur ein Mädchen), aber es ist nun einmal nicht der Stil, in dem ich meine Wohnung einrichten möchte. Und genau das ist doch das Schöne, dass Geschmäcker unterschiedlich sind. Wenn ich mich da auf vielen Blogs und Instagram Accounts umsehe, dann bin ich mir allerdings gar nicht mehr so sicher, denn anscheinend hat es heutzutage Priorität, möglichst viele Follower zu haben. Und wenn man das erreichen möchte, dann muss man schließlich auch das posten, was Alle mögen. Ich habe nichts dagegen, wenn mein Geschmack nicht gefällt, denn über Geschmack braucht man nicht streiten, genauso wenig möchte ich jemanden ankreiden, dem diese klassischen Blogger-Items gefallen. Darum geht es nicht.

Tara Louise beschreibt auf ihrem Blog Fashionlunch ganz gut, was ich meine. Überall auf Instagram sieht man Accounts, die genau so gut von nur einer Person geführt werden könnten, da sie sich einfach so sehr ähneln. Trends hin und her, aber da beginnt man doch, sich zu fragen, ob die Bilder des Accounts wirklich etwas über den Charakter aussagen, oder ob es einfach nur um Fame geht. (Hier findet ihr übrigens eine tolle Dokumentation zum Thema Instafame).

Auch Nina hat auf ihrem Blog Fashiioncarpet einen sehr guten Beitrag darüber verfasst. Dort geht sie darauf ein, dass „Inspirieren lassen“ und „Kopieren“ oft sehr nah beieinander liegen und sie oft das Gefühl hat, dass gerade in der Bloggerwelt einiges an Individualität verloren geht.

Individualität – Für mich ein wichtiges Thema

Nicht, dass wir uns falsch verstehen, ich bin keiner dieser absoluten Anti-Mainstream Menschen, die bewusst nur das mögen, was die breite Masse nicht mag. Und eben anders herum. Ich verstehe nur nicht ganz die Intention dahinter, so sein zu wollen, wie Andere, nur wegen Followern. Oder weil man in eine Schublade (zum Beispiel Fashionblogger) passen möchte. Was hat man denn davon?

Ganz ehrlich, ich verwende auch Hashtags. Manchmal auch zu viele, das gebe ich offen zu. Ich freue mich auch über neue Leser, Likes und Kommentare. Aber ich sehe es nicht ein, meine Persönlichkeit, meinen Stil oder meinen Geschmack zu verändern, nur um eben diese Anzahl zu erhöhen oder ein „Typischer Blogger“ zu sein. Denn ich sollte ich selbst sein – und nichts anderes. Wenn mir ein dunkelbrauner Spiegel aus Massivholz gefällt, dann ist es eben so. Wenn ich keine überbelichteten Produktfotos posten möchte, dann lasse ich es. Ich zeige euch lieber, wer ich bin, auch wenn es vielleicht nicht immer gefällt.

Ich bin sehr auf eure Meinungen zu diesem Thema gespannt. Schreibt sie mir in die Kommentare! :)

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18 Comments

  • Reply
    TanjasBunteWelt
    24. Februar 2015 at 16:18

    Hallo Julia,
    jetzt musste ich mal gucken was es denn mit dem auf sich hat.
    Komisch es so auf Bloggerin zu beziehen?! Geschmäcker sind doch verschieden, genau deshalb sucht man sich ja passende Profile und Blogs die einem da vielleicht was Neues oder Anderes zeigen kann.
    Nicht jeder hat Geld um sich auch so einrichten zu können wie man will. Kostet ja alles auch etwas.
    Trends oder dem Mainstream bin ich nie wirklich gefolgt. Kopierer kommen und gehen, aber richtige Persönlichkeiten die für sich stehen bleiben ewig ;-)
    LG Tanja

    • Julia
      Reply
      Julia
      24. Februar 2015 at 16:20

      Danke für deine Meinung Tanja :)

      Ich finde das auch sehr eigenartig, eben deswegen wollte ich mal etwas darüber schreiben. Aber ich glaube, da antworte ich dir auf deinem Blog :)

      Liebe Grüße!

  • Reply
    wiekeinzweiter
    24. Februar 2015 at 16:32

    Der einzige Grund, warum ich bei instagram möglichst viele hashtags integriere sind nicht followerjagd und famegeilheit sondern gewünschte interaktion auch ueber die eigenen follower hinweg.

    Wer seine Wohnung nach Schema F einrichtet ist selbst schuld an dem verlorenem potenzial. Denke auch nicht ich folge da jemandem oder einem allgemeinem bild. Auch wenn ich ikea sehr gerne habe :-).

    • Julia
      Reply
      Julia
      24. Februar 2015 at 21:06

      Vielen Dank für deine Meinung, ich verstehe dich vollkommen :)

      Liebste Grüße!

  • Reply
    Annika Michel
    24. Februar 2015 at 16:47

    Ja, das mit der Individualität ist so eine Sache… ich würde natürlich mal gerne auf ein Bloggerevent von z.B. Catrice eingeladen werden – ich bin aber nicht bereit jeden Kram zu kaufen und ständig Posts zu machen oder die Neuheiten einfach nur zu teilen, damit man auf mich aufmerksam wird. Solche Posts interessieren mich auch auf anderen Blog eher weniger, da stelle ich dann lieber die Einzelteile vor, die ich so für mich entdeckt habe und lasse viele LEs außer acht.
    Oft muss man sich überlegen ob man seinen eigenen Stil behalten will oder mehr Erfolg hat (das ist mein Eindruck) und ich bemühe ich einfach, ich zu blieben ;)

    Liebe Grüße,
    Annika

  • Reply
    Alex
    24. Februar 2015 at 17:19

    Ich muss sagen, ich stimme dir auf jeden Fall zu !! Du bringst die Sache einfach wieder mal auf den Punkt. Ich finde es immer wieder sehr schade, dass sich manche Blogger, oder auch manche Instagramer, so ‚kopieren‘ müssen und nicht einfach mal sie selbst sein können. Mir war das schon von Anfang an sehr wichtig gewesen, einfach ich selbst zu bleiben, meine Texte so zu verfassen wie ich sie möchte und vor allem auch die Bilder zu machen, die mir gefallen. Ich hab irgendwann den richtigen ‚Faden‘ für mich gefunden, dem ich auch weiterhin folge. Genauso zum Beispiel, bei meinen Produktrevies. Ich habe sie mir so aufgebaut, wie ich sie am besten und informativsten finde. Und wenn ich nicht auf die verschiedenen INCI’s eingehen möchte, dann tue ich es eben nicht. Was interessieren mich die denn und selbst wenn es jeder 2te tut, ich mach es nicht. Wenn mir etwas nicht gefällt, dann mache ich es nicht und vor allem finde ich persönlich es einfach ivel schöner, wenn man seinem eigenen Stil treu bleibt und nicht alles aussieht, wie bei jedem Blogger. Irgendwann und wenn jeder Blog gleich aussieht und vor allem auch gleich aufgebaut ist, geht doch irgendwann die Lust verloren, denn immer wieder würde sich doch dann der Gedanke einschleichen ‚aber das sieht ja bei ihr genauso aus‘. Sowas mag ich einfach nicht. Genauso wie ich sowas nicht bei Instagram mag. Ich poste die Bilder, die ich schön finde und freue mich natürlich immer über den ein oder anderen Kommentar, genauso wie auf dem Blog. Aber mich verstellen, nur um anderen zu gefallen, dass tue ich nirgendwo. Man sollte einfach mit seinen Dingen einzigartig bleiben, denn das macht eine Person doch schließlich aus und vor allem interessant und bietet außerdem noch die ein oder andere, schöne Abwechslung :).

    • Julia
      Reply
      Julia
      24. Februar 2015 at 21:05

      Vielen, vielen Dank Alex, für dieses ausführliche Kommentar!
      Ich werde dir auf deinem Blog antworten :)

      Liebe Grüße :)

  • Reply
    Johanna Hilbig
    24. Februar 2015 at 18:05

    Wie Recht du doch hast. Ich habe das auch schon oft beobachtet und mir so gedacht, jaaa ihr seid alles eine Person. Bleib dir also selber treu, denn das Schlimmste was man machen kann, ist nicht zu sich selber stehen und einfach Mainstream zu werden.

    :) LG Johanna

    • Julia
      Reply
      Julia
      24. Februar 2015 at 21:02

      Da stimme ich dir vollkommen zu, vielen Dank, Johanna! :)

  • Reply
    Alwine
    24. Februar 2015 at 18:15

    Genau deine Aussagen beobachte ich auch täglich. Da traut man sich kaum, etwas zu machen, was nicht ‚mainstream‘ ist, sonst kommt man ja nie zu etwas.

    Ich habe mich bewusst dagegen entschieden, diesem Hype zu folgen. Wo bleibt da die Individualität? Lieber inspirieren lassen und etwas eigenes daraus machen.

    Und hey, ich mag zwar weiße Möbel, aber bei mir sieht es nie so perfekt aus, wie bei manch einem inszenierten Instagram Bild.

    • Julia
      Reply
      Julia
      24. Februar 2015 at 21:01

      Hallo Alwine,

      freut mich, dass du das ebenfalls beobachtet hast. Finde es auch sehr gut, dass du dich gegen diesen Hype entschieden hast :)

      Liebe Grüße!

  • Reply
    Wakila
    24. Februar 2015 at 18:34

    AMEN!
    Ich hab den Post mit dem Video irgendwie verpasst (hab es mir gerade angeschaut, du bist soooo zuckersüß und symphatisch!!!). Jedenfalls kann ich den Kommentar der Person nicht verstehen. Was hat ein Spiegel mit „Blogger sein“ zu tun? Ich weiß wirklich nicht, ob ich darüber lachen, oder sauer sein soll. „Blogger sein“ hat so einen unschönen Stempel bekommen. Man wird in etwas reingezwängt was man nicht ist. Darf man also kein Blogger sein wenn man nicht die typischen It-Pieces zu hause hat? Schrecklich.

    Liebe Grüße!
    Wakila von http://www.helloblack.net

    • Julia
      Reply
      Julia
      24. Februar 2015 at 20:31

      Hach Wakila,

      du bist so eine Süße. Und du bringst es auch einfach immer auf den Punkt!

      Vilene, vielen lieben Dank!

  • Reply
    Sylvie
    24. Februar 2015 at 18:55

    Hallo Julia :) Bin grad zufällig auf deinen Blog und diesen Post gestoßen und ja ich muss dir so Recht geben. Finde es wirklich schrecklich. Gefühlte 5 von 10 Personen haben weiße Möbel ein weißes Fell vorm Bett und die typischen Kissen mit Blumendruck von Ikea in rotweiß. Mich nervt das total. :) Schön das du dir die Individualität behältst :)
    Liebe Grüße, Sylvie von love-love-love-lov.blogspot.com
    Würde mich freuen, wenn du mal bei mir vorbeischaust! ♥

    • Julia
      Reply
      Julia
      24. Februar 2015 at 20:29

      Hallo Sylvie,

      vielen Dank für dein liebes Kommentar und deine Meinung!
      Ich finde die Möbel an sich zwar schön, aber ich möchte einfach kein Zimmer, das aussieht, wie aus einem Ikea Katalog. Für mich ist das einfach nichts. Und ich finde es schlimm, dass man andere Geschmäcker nicht einfach mal akzeptieren kann.

      Allerliebste Grüße,
      Julia

  • Reply
    iivorybeauty
    24. Februar 2015 at 19:42

    Das ist ja wirklich eine Frechheit zu behaupten, dass man als Blogger einen schönen braunen Spiegel nicht mögen darf. Blogger sind auch immerhin nur Menschen mit verschiedenen Geschmäckern, da ist auch nicht jeder gleich und besitzt die gleichen Möbel. Ich finde es gut, dass du das mal so ausgesprochen hast, der Post ist dir sehr gut gelungen! :)
    Liebe Grüße ♥
    iivorybeauty

    • Julia
      Reply
      Julia
      24. Februar 2015 at 20:27

      Vielen Dank. Ich verstehe dieses Schubladen-Denken einfach nicht!

      Liebste Grüße!

  • Reply
    Patricia Sophie Engels
    25. Februar 2015 at 20:32

    Liebste Julia,

    du hast einen wirklich tollen Post verfasst! Ich bin gerade so oft am grübeln, wer bin ich und wer will ich sein, da auch ich oft über das oben genannte Phänomen stolpere. Wenn ich mich eher meinem Stil entsprechend anziehe komme ich mir immer etwas too much im abgerabtzen Berlin vor, was ich irgendwie total schade finde. So ein Post wie deiner regt mich dann nochmals dazu an, einfach ich selbst zu sein und herauszufinden wer ich bin. Und die Öffentlichkeit einfach auszublenden.

    Liebst Patricia

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