Blogger sind gierige Rich Bitches!

Blogger sind gierige Rich Bitches!

Pass fei auf, dass du nicht zu viele Kooperationen annimmst‘, hat eine Freundin von mir letztens gemeint. Und natürlich hat sie Recht, schließlich steckt man viel Zeit in Kooperationen, doch das ist nicht das Problem. Denn Blogger, die viele Kooperationen haben, die werden sofort als gierige, reiche Schlampen abgestempelt. Entschuldigt bitte meine Wortwahl. Natürlich habe ich eine Meinung zu diesem Thema, und diese würde ich nun gerne mit euch teilen.


Blogger sind gekauft!

Das scheinen zumindest viele Menschen zu denken. Und wieso? Weil es immer wieder Mädels gibt, die sich von Firmen ausnutzen lassen oder tatsächlich alles annehmen, egal, wie wenig es zu ihnen passt. Du hast einen Beautyblog und berichtest dann plötzlich über Haushaltsgegenstände? Oder die Beiträge für eine Kooperation umfassen gerade einmal 200 lieblose, dahingerotzte Wörte? Kein Wunder, dass deine Leser dich nicht ernst nehmen.

Leider stoße ich – gerade auf Instagram – viel zu oft auf Mädels, die einfach Alles testen, hauptsache es ist geschenkt. Und zugegeben, die Verlockung (gerade wenn es um Geld geht) ist groß, doch trotzdem macht mich das manchmal wirklich wahnsinnig. Vor Allem, wenn ich große Beauty-Youtuber sehe, die plötzlich Werbung für eine Automarke machen – und damit meine ich Werbung der offensichtlichen Art, die weder liebevoll gestaltet ist, noch den Zuschauern irgendeinen Mehrwert bietet.

Also ja, man kann wahrscheinlich nicht allen Bloggern vertrauen. Doch mit der Zeit bekommt man ein Gefühl dafür, auf welche Meinung man sich wirklich verlassen kann. Wenn Kooperationen gekennzeichnet sind zum Beispiel. Oder sich eine klare Linie durch den Blog zieht und nicht plötzlich Themen behandelt werden, die sonst gar keinen Platz haben. Und vor Allem dann, wenn auch mal negative Punkte eines Produkts angesprochen werden.

2016 03 14 - 02

Vielleicht auch nur Neid und Missgunst?

Doch auch wenn man sich über manche Blogger und deren Kooperationen wirklich aufregen kann, sollte man nicht alles verteufeln. Schließlich kommen Firmen nicht wegen einer Zusammenarbeit auf einen zu, weil sie gerade Bock darauf haben, sondern weil sie die Arbeit würdigen. Weil man sich etwas aufgebaut hat, Zeit investiert hat, sich Mühe gegeben hat.

Ein Beispiel: Viele von euch werden Estée kennen, die in einem ihrer letzten Youtube Videos angekündigt hat, ein Buch zu veröffentlichen. Als ich die Kommentare darunter gelesen habe, wäre ich mal wieder beinahe ausgerastet. „Jeder Youtuber schreibt heutzutage ein Buch. Du klaust richtigen Schriftstellern die Möglichkeit, ein Buch zu schreiben. Komisch, alle wollten schon immer Schriftsteller werden. Das was du da schreibst wird eh scheiße„. Ich meine, ganz ehrlich: SO WHAT. Wenn Jemand zu mir kommen und mich fragen würde, ob ich gerne ein Buch veröffentlichen würde, ich würde vermutlich total laut JA! schreien. Also zumindest dann, wenn ich auch genug zum berichten hätte.

Denn Eines wird oft vergessen: Ein Blog lässt sich nicht einfach mal schnell mega erfolgreich aus dem Boden stampfen. Du lädst nicht einfach ein Video hoch und schon bist du fame und alle lieben dich. Nein. Egal ob beim Bloggen oder Video schneiden (in einem gewissen Rahmen auch bei Instagram), Erfolg ist nicht einfach so da. Und ich kann in dem Fall nur von mir reden, aber ich war nie mit sonderlich viel Geld gesegnet. Zumindest nie so viel, mir gewisse Wünsche zu erfüllen. Ich wollte schon immer eine Daniel Wellington Uhr haben und als mir eine Kooperation angeboten wurde habe ich natürlich zugesagt. Ich meine, wie würdet ihr euch fühlen, wenn plötzlich eine Firma kommt und euch euren Wunsch erfüllt. Würdet ihr nein sagen? Im Gegenzug sage ich aber auch viele Kooperationen ab, die nicht zu mir passen.

Man muss den Mittelweg finden.

Gerade als Blogger ist das oft gar nicht so leicht. Zu viele Kooperationen sind zu zeitaufwändig und wirken gekauft, allerdings bieten Kooperationen oft auch einen Mehrwert und bereiten Freude. Nur weil man mit Firmen zusammenarbeitet, ist man noch lange nicht in seiner Meinung beeinflusst. Man kann trotzdem ehrlich sein, das schließt sich nicht aus. Manchmal fragt man sich dann schon, ob bei all den „Hatern“ nicht vielleicht doch auch ein paar Spezialisten dabei sind, die neidisch sind oder es einfach nicht schaffen, Menschen, die viel Zeit & Mühe investiert haben, auch einfach mal etwas zu gönnen.

Wie seht ihr das? In welchem Rahmen sind Kooperationen für euch ok? Schreibt es mir!

PS: Wenn ihr einen 100 Euro Gutschein von KICKZ gewinnen wollt, dann würde ich mich freuen, wenn ihr für mich votet!

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18 Comments

  • Reply
    Rica N.
    15. März 2016 at 16:41

    Solange Kooperationen zum Blog und zur Person passe, habe ich daran nichts auszusetzen. Wichtig ist für mich nur, jegliche Zusammenarbeit zu kennzeichnen. Das finde ich sonst echt schade und auch rein rechtlich ist das nicht in Ordnung. Schöner Beitrag, sehr interessant!

    Liebe Grüße ♥
    Rica von iivory beauty

    • Julia
      Reply
      Julia
      17. März 2016 at 12:42

      Hallo Rica,

      da kann ich dir nur zustimmen! Gerade was rechtliche Aspekte angeht sollte man wirklich aufpassen!

      Liebe Grüße!

  • Reply
    Alicja Wiktoria
    15. März 2016 at 17:01

    Mich stören Kooperationen auch nicht als Leserin. Sie müssen gekennzeichnet sein und ich muss das Gefühl haben dass der Blogger ehrlich ist – und nicht nur das schreibt von dem er glaubt die Firma wolle es lesen.
    Viele Grüße
    Alicja Wiktoria

    • Julia
      Reply
      Julia
      17. März 2016 at 12:42

      Genau so sehe ich das auch, vielen Dank Alicja! :)

  • Reply
    Jessica
    15. März 2016 at 17:05

    Wirklich toll geschrieben! Ich denke man tut sich selbst nichts Gutes, wenn man eine Kooperation annimmt, die nicht zu einem passt. Früher oder später wird sich das rächen und wirkt sich dann negativ auf den Blog und einen selbst aus :)

    • Julia
      Reply
      Julia
      17. März 2016 at 12:43

      hallo jessica,
      ja, da hast du vollkommen recht! ich für meinen teil entfolge bloggern auch, bei denen ich das gefühl habe, dass sie zu gekauft sind.

      liebe grüße!

  • Reply
    Caro
    15. März 2016 at 18:00

    Toller Post! :) find ich gut, dass du das Thema aufgreifst!

    http://www.redchillilounge.com

    • Julia
      Reply
      Julia
      17. März 2016 at 12:49

      vielen dank caro! :)

  • Reply
    Alex
    15. März 2016 at 18:59

    Gut geschrieben! Ich sehe das aehnlich wie du, auch wenn es immer ein paar Leute gibt, die dann doch wieder negativ auffallen…aber so ist das eben. Und Ausnahmen bestaetigen ja bekanntlich die Regel :D

    • Julia
      Reply
      Julia
      17. März 2016 at 12:50

      da hast du natürlich recht :) danke dir für dein kommentar!

  • Reply
    Patricia
    15. März 2016 at 21:55

    Ich bin absolut deiner Meinung. Ich glaube übrigens eher, dass dieses rich bitch Gefühl beim Leser ausgelöst wird, wenn ein Blog ständig nur #ad’s und sponsort Artikel, Bilder, Whatever hochlädt und oder 200 Worte unter einen bezahlten Artikel klatscht. Das wirkt auf mich wirklich lieblos und abschreckend. Und ich glaube, wenn nicht jeder Blogger unbezahlte Werbung machen würde, also unbezahlte Kooperationen eingeht und wirbt, wird es auch weniger Artikel zum selben Thema in einem bestimmen Zeitraum geben. Das stört mich zumindest manchmal etwas. Aber mich nervt auch manchmal dieser ellenlange Werbeanfang bei meinen liebsten Zeitungen, von daher .. man kann ja weiter blättern und nicht lesen, was man nicht möchte :)

    Aber ansonsten bin ich total pro – kreative Arbeit sollte adäquat entlohnt werden. Wenn das Produkt passt und manchmal Träume erfüllt werden ist das einfach wunderbar! Ich habe da auch ein großes Ziel vor Augen und strenge mich weiterhin an, wenn jetzt noch das Wetter mitspielen würde… HAHAHA

    PS: wenn allerdings ein Blogger 4 aufeinander folgende post mit ad’s kennzeichnet, weils es sich um eine coop handelt, muss ich manchmal wirklich mit den Augen rollen. Zb wenn bekennende Iphone Nutzer plötzlich für Samsung oder HTC werben … verstehst du was ich meine?

    Bisous deine Patricia

    • Julia
      Reply
      Julia
      17. März 2016 at 12:51

      hallo patricia,

      vielen dank für deine ehrliche, ausführliche meinung. es freut mich sehr dass du da eine ähnliche meinung hast wie ich und wünsche dir, dass dein ziel für dich in erfüllung geht!

  • Reply
    Jana
    17. März 2016 at 10:00

    Im Grunde habe ich nichts gegen Kooperationen. Für mich macht es keinen Unterschied, ob der Blogger nun für dne Beitrag bezahlt wurde oder nicht. Allerdings sollte man einen guten Mittelweg finden, denn bei zu vielen gesponserten Beiträgen verliere ich irgendwann einfach den Bezug zu der Person. Ich kann dann nicht mehr einschätzen, meint sie es nun ehrlich, oder schreibt sie es nur, weil die Firma das so will.

    Liebe Grüße,
    Jana von bezauberndenana.de

    • Julia
      Reply
      Julia
      17. März 2016 at 12:54

      ich verstehe genau was du meinst, jana! danke dir für deine meinung!

  • Reply
    Corinna
    17. März 2016 at 12:09

    hello Julia,
    sehr spannendes Thema und ich finde du hast vollkommen Recht. Es gibt leider viel zu viele „Abgreifer“ und „Produkttester“ in der Bloggerwelt- ich kenne diese ganzen Anfragen auch von der Firmenseite her und finde es teilweise echt schade, wie wahllos nach Freebies gefragt wird.
    Wenn das Produkt allerdings gut zu dem Blog passt und entsprechend auch gekennzeichnet wird, finde ich eine gut umgesetzte Kooperation völlig in Ordnung. Wenn man das Produkt oder die Marke ohnehin kaufen/empfehlen würde und sie so seinen Lesern vorstellen kann, ist das eine gute Sache. Es gibt einige Blogger, die das super gut umsetzen und trotzdem echt tollen Content liefern (zB Vera von Nicest Things, kennst du die?). Die Balance zu finden ist halt nicht immer so einfach, aber manche schaffen es und ich plädiere auch für den goldenen Mittelweg. :)
    Ganz liebe Grüße,
    Corinna
    http://www.kissenundkarma.de/

    • Julia
      Reply
      Julia
      17. März 2016 at 12:57

      Hallo Corinna,

      das kann ich mir sehr gut vorstellen! Deswegen lehne ich auch einige Anfragen ab, wenn ich nicht das Gefühl habe, ich könnte dazu wirklich guten, passenden Content veröffentlichen!

      Liebe Grüße!

  • Reply
    Dorina
    17. März 2016 at 16:57

    Ich habe absolut nichts gegen Kooperationen, solange sie entsprechend gekennzeichnet sind. Man merkt meiner Meinung nach auch sehr schnell, wenn die Kooperation oder das Produkt entweder nicht zum Blog passt oder eben es nur wegen des Geldes oder des Produkts gemacht wurde. Es kommt ganz drauf an, wie ein Blogger das präsentiert und wie der Blogger allgemein rüberkommt. Gerade bei Bloggern, die davon leben, ist es ganz klar, dass so gut wie jeder Beitrag gesponsert sein muss. Das finde ich auch nicht schlimm, solange ich den Eindruck habe, dass alles rechtens ist und mir nicht irgendein schlechtes Produkt aufgeschwatzt werden soll.
    Trotz allem würde ich immer darauf achten, dass es auch mal Posts gibt, die komplett nicht gesponsert sind.
    Mir fällt aber auch immer wieder auf, dass Leser, die selbst keinen Blog haben, Kooperationen oft tatsächlich negativ auffassen. Ich habe schon auf einigen Blogs Kommentare gelesen, die eben diese -in ihren Augen- vielen Kooperationen nicht gut finden. Und ganz ehrlich: Selbst meine Mama sagt manchmal sowas wie: „Das ist doch bestimmt gesponsert worden“ oder „Ob das wirklich so positiv ist“ (natürlich in Bezug auf andere Blogs, die sie liest.) Ich glaube, die Deutschen sind erstmal sehr skeptisch und hinterfragen alles.
    Da hilft nur als Blogger sympathisch und ehrlich gegenüber den Lesern zu sein. :)

    Liebste Grüße
    Dorina // Adeline und Gustav

  • Reply
    Lisa
    18. März 2016 at 23:29

    Hallo Julia!

    Ich finde, du hast die genau die richtigen Worte gefunden. Ich wäge es mittlerweile ab – Dinge, die ich mir selbst gekauft hätte oder kaufen würde, nehme ich sehr gerne an – aber ich lehne auch viel ab. Ich finde, es ist wichtig, die Balance zwischen gesponserten und nicht gesponserten Beiträgen zu halten. Meiner Meinung nach sollten die nicht gekauften Beiträge immer noch überwiegen.

    Liebste Grüße
    Lisa

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