Prioritäten richtig setzen

Prioritäten richtig setzen – aber wie?

Prioritäten richtig setzen – ein wirklich wichtiger Aspekt! Gerade in der heutigen Gesellschaft, in der man viel Leistung erbringen muss und Stress oder Burnout viel zu häufig auftreten, muss man schnell kategorisieren, was wichtig ist, und was getrost auf später verschoben werden kann. Auch wenn ich noch viel zu lernen habe, habe ich einen großen Fortschritt gemacht, den ich nun gerne mit euch teilen möchte.


Prioritäten richtig setzen – aber wie?

Was MUSS ich – Was BRAUCHE ich – Was WILL ich?

Was MUSS ich tun:

Es gibt leider eine Menge Dinge, die wir tun müssen, ob wir nun wollen oder nicht. Meistens haben diese Sachen mit Bürokratie und unserem Staat zu tun, wie beispielsweise den Personalausweis verlängern zu lassen, die Steuererklärung zu machen oder dem werten BaFög Amt die Immatrikulationsunterlagen zu schicken. Manches muss eben erledigt werden, auch wenn es nicht im Geringsten Spaß macht oder einen verzweifeln lässt (hallo, liebe GEZ).

Das, was man tun MUSS sollte an erster Stelle stehen. Denn wenn man dann doch keine Förderung mehr bekommt, weil man die Unterlagen nicht verschickt hat oder Ähnliches, dann ist man nun einmal einfach selbst Schuld und verflucht sich im Nachhinein dafür, dass man nicht zuverlässiger war und sich einfach mal überwunden hat.

Doch leider habe ich (und bestimmt auch viele von euch), das Problem, dass ich mir einbilde, dass ich Dinge tun MUSS, obwohl ich eigentlich durchaus eine Wahl habe. Gerade unter Bloggern ist das Phänomen bekannt, oder? Gerade heute bin ich selbst darüber gestolpert. Mir ist nämlich aufgefallen, dass ich am Samstag eine Vorlesung habe und mein erster Gedanke war „Oh fuck, aber ich muss doch zur Post und muss noch einen Blogpost schreiben„. Aber wirklich? MUSS ich das? MUSS der Blogpost pünktlich am Sonntag um 17:30 veröffentlicht werden? MUSS ich die Pakete am Samstag holen, oder reicht Montag nich auch vollkommen?

Oft vergessen wir vollkommen, dass WIR manchmal selbst entscheiden, was wir wirklich MÜSSEN und setzen uns damit wahnsinnig unter Druck. Muss ich wirklich heute noch ins Fitnessstudio? Muss ich noch ein Bild auf Instagram posten? Viele dieser Fragen lassen sich mit einem klaren NEIN beantworten.

Was WILL/MÖCHTE ich:

Kennt ihr das auch noch, bei bockigen Kindern, die sich auf den Boden werfen und ganz laut „ich will aber“ schreien? Vermutlich werden eure Eltern auch ähnlich reagiert habeen. „Man kann eben nicht alles haben, was man will!“ und das haben wir uns auch zu Herzen genommen. Zumindest bis zu einem gewissen Grad. Das mit dem Auf-den-Boden-werfen haben wir nämlich aufgegeben, doch trotzdem haben wir noch dieses kleine Männchen in Kopf, das dauernd ICH WILL ICH WILL ICH WILL schreit.

Ich WILL einen besseren Körper bekommen. Deswegen MUSS ich ins Fitnessstudio. Ich WILL meinen Blog verbessern, deswegen MUSS ich mehr Zeit investieren. Stimmt schon, irgendwie, aber eben diese Denkweise führt zu Stress. Denn wenn ich einen besseren Körper haben möchte, dann möchte ich auch ins Fitnessstudio. Das sind meine Wünsche, Träume und Ziele. Und diese sollten auch Priorität haben, aber vielleicht so, dass sie uns nicht unter Druck setzen, sondern uns motivieren und anspornen.

Was BRAUCHE ich wirklich:

Bei all dem MÜSSEN und WOLLEN kommt eine Rubrik oftmals zu kurz. Das BRAUCHEN. Ich für meinen Teil bin ein Mensch, der ab und an mal soziale Kontakte braucht. Der nicht die ganze Zeit alleine in der Wohnung sitzen kann. Ich brauche ab und zu Ruhe, gesunde Ernährung und Tage, an denen ich mal nur ausspanne. Ich brauche das, da ich sonst in ein Loch falle, aus dem man mich nur schwer wieder heraus bekommt. Und eben dieses BRAUCHEN, das sollte man besonders hoch ansiedeln, wenn man Prioritäten richtig setzen möchte.

Prioritäten richtig setzen – meine Tipps:

01. Erledige das, was du wirklich tun MUSST sofort und schiebe es nicht dauernd auf. Das bringt einfach nichts und schwebt nur wie eine dunkle Wolke über dir. Steh doch einfach mal eine Stunde eher auf uns bringe es hinter dich, denn du wirst danach stolz auf dich sein, es endlich geschafft zu haben.

02. Höre auf deinen Körper! Ja, vielleicht solltest du heute ins Fitnessstudio und 30 Blogbeiträge verfassen, ein gesundes Essen kochen und anschließend deine Freunde treffen, aber was brauchst du wirklich? Bist du total ausgelaugt und brauchst mal 2-3 Stunden Ruhe? Dann lass das Fitnessstudio ausfallen, ein Mal bringt dich nicht um. Wenn du deine Prioritäten richtig setzen möchtest, dann solltest DU immer an erster Stelle stehen!

03. Differenziere zwischen MÜSSEN und WOLLEN! Wenn du erst einmal im Kopf hast, dass du etwas tun möchtest, weil es sich deinem Ziel näher bringt, dann machst du dir weniger Druck und gehst gleich viel positiver an die Sache heran.

04. Lass dir nicht reinreden! Als ich noch daheim gewohnt habe, da habe ich regelmäßig Diskussionen mit meinem Papa geführt, dass ich mein Zimmer doch endlich mal aufräumen soll. Und ja, es sah schlimm aus. Aber, für mich war es einfach wichtiger, an meinem Blog zu arbeiten und habe es dafür in Kauf genommen, im Chaos zu leben. Klar, sowas klappt viel besser, wenn man nicht mehr daheim wohnt, denn wenn wir ehrlich sind, dann lebe ich auch jetzt noch im Chaos. Aber ich bin mein eigener Herr und wenn ich mich nicht mehr wohl fühle, dann MÖCHTE ich meine Situation ändern, und dann klappt das Aufräumen schon gleich viel besser.

Das könnte auch interessant sein: Generation: I don’t care!

Picture via Unsplash

Könnt ihr Prioritäten richtig setzen? Und habt ihr weitere Tipps? Schreibt es mir!

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9 Comments

  • Reply
    Patrick
    29. Mai 2016 at 17:41

    Ein sehr schöner Beitrag! Ich glaube, mit deinen Gedanken können sich einige identifizieren. Tolle Tipps!

    VG Patrick

  • Reply
    Ralf
    29. Mai 2016 at 18:09

    Sämtliche Dinge im Haushalt schiebe ich auf. Echt schlimm.
    Siehe Punkt 1.
    Im Coaching und auf meinem Coaching Blog geht es immer wieder um Themen wie: was einem wichtig ist und auf was verzichtet werden kann. Das Werte Thema. Die Werte ändern sich und wir haben oft nicht die Zeit uns klar zu machen was wir wollen und was wir nicht mehr wollen. Dann ist man schnell bei Punkt 4. Den wenn ich keine Ziele habe, gibt es genug Leute, die mich dafür benutzen, ihre eigenen Ziele zu erreichen.

  • Reply
    Rica N.
    30. Mai 2016 at 6:20

    Ich mache mir meistens einen Mix aus was ich muss und was ich möchte. Dann ist das Ganze längst nicht so trocken und unmotivierend, da man zwischendrin immer mal etwas macht, was Spaß macht. Gerade, wenn es um meinen Blog geht, mache ich mir oft mehr Druck, als ich haben müsste. Schöner Beitrag! Sehr wichtiges Thema, wie ich finde :)

    Liebe Grüße ♥
    Rica von iivory beauty

  • Reply
    Mademoiselle_Paris
    30. Mai 2016 at 13:16

    oh ja, das kenne ich, gute Vorsätze zu haben ist eine Sache, sie auch konsequent in die Tat umzusetzen, oftmals eine andere. Wieder sehr schön geschrieben Liebes!!

  • Reply
    Sophie
    30. Mai 2016 at 21:35

    So tolle Tipps meine Liebe ! :)

  • Reply
    Anna
    31. Mai 2016 at 11:53

    Ohja, darin bin ich häufig leider auch nicht immer besonders gut. Vor allem Sachen auf die lange Bank schieben kann ich ziemlich gut :D Und mir dabei einreden, dass andere Dinge gerade viel wichtiger sind… Wahrscheinlich ist aber auch einfach ein bisschen weniger stressen lassen und Dinge aus dem Gefühl heraus erledigen (wie du sagst – höre auf deinen Körper) meistens eben doch die beste (und gesündeste?) Lösung.

  • Reply
    Maikikii
    31. Mai 2016 at 12:30

    Ein sehr inspirierender Post und tolle Tipps!
    Ich habe echt ein Problem mit Prioritäten setzen. Ich nehme mir immer viel zu viel für einen Tag vor, weil ich am liebsten alles sofort erledigt haben möchte und am Ende schaffe ich dann nur sehr wenig, von dem, was ich tun wollte oder müsste. Daran sollte ich wirklich mal arbeiten ;)
    Vielleicht klappt es ja nach deinem Beitrag besser :)
    Liebe Grüße, Maike

  • Reply
    Christina
    6. Juni 2016 at 18:54

    Schöner Post! Vieler deiner Tipps beherzige ich auch. Ich arbeite auch oft tagesabhängig, heute zum Beispiel ging ein vorbereiteter Post online und ich kann mich mit anderen Dingen beschäftigen, Job oder Freunde. Der morgige Tag wird ganz anders verlaufen.
    Bisous Bisous Christina

  • Reply
    Jean
    17. Juni 2016 at 20:28

    Hallo Julia,
    deine Anregungen sind echt super! Du hast die Aufschieberitis gar nicht explizit erwähnt und trotzdem viele wertvolle Tipps gegeben, wie man sich nicht ablenken lässt und endlich mal konzentriert… super! :)
    Liebe Grüße, Jean
    http://jean-abovetheclouds.com

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