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Fotografie: Berlin in schwarz-weiss

Ich liebe Berlin, das ist ja mittlerweile bekannt, und auch die Fotografie begleitet mich nun schon einige Jahre. Da war es ziemlich naheliegend mir bei meinem letzten Berlin Trip einen Tag zu gönnen, an dem ich alleine durch die Stadt laufe, mit der Kamera unter dem Arm. Ich habe mich bemüht, die Kontraste dieser wunderbaren Stadt einzufangen und was wäre dafür besser geeignet, als die schwarz-weiss Fotografie..


Fotografie: Berlin in schwarz-weiss

Unsere Blogparade

Dieser Beitrag entsteht im Rahmen einer Blogparade mit 5 tollen Bloggerinnen, ins Leben gerufen von der lieben Fee. Wir alle haben uns dem Thema schwarz-weiss gewidmet, es aber von unterschiedlichen Seiten beleuchtet. Am Ende des Posts werdet ihr eine kleine Imagemap finden, bei der alle Bloggerinnen, die teilnehmen, aufgelistet sind. Vor mir war beispielsweise Sophie an der Reihe, den Abschluss macht dann Jana von bezauberndenana. Ich freue mich sehr, mal wieder bei einer so tollen Aktion dabei zu sein und fände es toll, wenn ihr auch bei den anderen Mädels vorbei schaut!

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Die schwarz-weiss Fotografie und ich

Mit der schwarz-weiss Fotografie und mir ist es so eine Art Hassliebe. Als ich angefangen habe, mich mit Kameras zu beschäftigen, da habe ich die Bilder sehr sehr gerne entsättigt, da ich einfach keine Ahnung von Bildbearbeitung oder Colourgrading hatte. Mit einer schwarz-weissen Bearbeitung sahen meine Bilder einfach sofort etwas cooler aus, das Rauschen oder die ungewollten Farbtöne liesen sich so ganz fabelhaft verstecken.

Je mehr ich mich jedoch mit Komposition und Farbgebung beschäftigt habe, desto weniger mochte ich aber die „triste“ Farbgestaltung. Ich war einfach fasziniert von verschiedenen Farbschemen und all den verschiedenen Wirkungen, die man damit erzielen konnte. Schwarz-weiss habe ich deswegen kaum noch verwendet, wenn dann eventuell für Potraits oder Fotos, die anders einfach nicht mehr zu retten waren.

Experimentieren ist wichtig

Beim Bearbeiten der Bilder aus Berlin (meine Güte, so viel „B“ in einem Satz) hat sich mein Blickwinkel jedoch etwas geändert. Wo es mir früher eventuell gar nicht in den Sinn gekommen wäre, die Fotos schwarz-weiss zu machen, gefiel es mir dann doch oftmals überraschend gut und ich war sehr erstaunt von der entstandenen Wirkung.

Das habe ich über schwarz-weiss Fotografie gelernt

Wie ihr vielleicht wisst studiere ich Multimedia und Kommunikation, mit dem Schwerpunkt auf Mediendesign und Journalismus. Dort haben wir natürlich auch schon eines über schwarz-weiss Fotografie gelernt und uns mit einigen Fotografen auseinander gesetzt. Ich habe gelernt, dass hier gerade das Spiel mit verschiedenen Mustern und Strukturen beinahe essentiell ist und auch wirklich sehr fesselnd sein kann. Wichtig ist es auch, mit sehr schwarzen und sehr weißen Bildanteilen zu arbeiten, um den Kontrast zu verstärken. Verschiedene Grautöne sind dabei oftmals nicht sonderlich ausdrucksstark.

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Meine Fototour durch Berlin

Ich habe mir nun also meine Kamera geschnappt und bin losgezogen. Mein Ziel: Möglichst viele Motive finden, die eine tolle schwarz-weiss Wirkung haben, aber auch Komplementärfarben in meinen Bildern festzuhalten. Zu letzterem folgt aber noch ein gesonderter Post. Ich bin aslo in die nächstbeste U-Bahn gestiegen, an einer Station ausgestiegen, die für mich irgendwie interessant klang, und bin so lange gelaufen, bis ich wieder an einer U-Bahn Station ankam. Und dann ging das Spiel von vorne los. Ich war ziemlich lange auf den Beinen, aber das Ergebnis kann sich – meiner Meinung nach – sehen lassen.

Bunt vs. Schwarz-weiss

Da ich euch nicht nur schwarz-weiss Fotos zeigen möchte, habe ich manche der Fotos auch in Farbe bearbeitet, damit ihr die unterschiedliche Wirkung etwas besser erkennen könnt. Dazu würde ich auch gerne 1-2 Sätze sagen, welche Variante mir besser gefällt, und warum.

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Als ich dieses Foto aufgenommen habe, ging es mir hauptsächlich um die unterschiedlichen Farben. Rot, gelb, orange und blau ergaben für mich ein schönes Gesamtbild un dich war fest davon überzeugt, das Bild auch bunt zu bearbeiten. Als ich jedoch herum probierte, fand ich sehr schnell heraus, dass es mir allerdings auch in schwarz-weiss sehr gut gefällt, denn nicht nur die Komplementärfarben haben eine schöne Wirkung, auch die vielen Fonts und Muster haben mir in der entsättigten Version sehr gut gefallen. Ich kann mich auch jetzt noch nicht entscheiden, welche Variante mir besser gefällt.

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Hier seht ihr nicht exakt das selbe, aber ein ähnliches Foto. Und wieder gefallen mir beide Varianten sehr gut, vielleicht, weil beide für mich eine andere Message haben. Das bunte Bild erweckt bei mir die Stimmung, dass sich ein Hochhaus doch sehr gut in die Natur einfügen lässt, zudem ist mir sofort das Wort „Großstadtdschungel“ in den Kopf geschossen. Die schwarz-weisse Version hingegen wirkt dagegen fast trist, beinahe als Warnhinweis, die schöne Natur nicht mit Wolkenkratzer zu zerstören.

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Dieses Mal ist mir die Wahl wirklich leicht gefallen und ich entscheide mich für die schwarz-weisse Variante. Aus einem einfachen Grund: Die Farben geben nicht viel her. Wäre der Himmel nun Blau und die Blätter etwas bunter gewesen, dann wäre meine Entscheidung vielleicht anders ausgefallen, aber so gefällt mir Nummer 2 besser, da sie die Symmetrie sehr gut betont.

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Hier hingegen entscheide ich mich deutlich für die bunte Variante, da die verschiedenen Farbtöne für mich sehr gut harmonieren und dem Bild etwas Leben einhauchen. Das untere Foto hingegen finde ich ziemlich aussagelos, fast langweilig.

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Auch hier seht ihr Bilder, die mir in bunt deutlich besser gefallen. Eventuell bin ich einfach nur ein Fan von blauem Himmel und ihr würdet euch ganz anders entscheiden, aber ich für meinen Teil finde die bunten Varianten dann doch deutlich interessanter.

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Wann bearbeite ich denn jetzt schwarz-weiss und wann nicht?

Natürlich gibt es da keine klaren Regeln und alles ist Geschmackssache – und das ist auch gut so. Im Grunde aber finde ich es entscheidend, welche Stimmung man erzeugen möchte. Bunte, helle Fotos wirken oft einmal einladender und glücklicher, als dunkele schwarz-weiss Bilder, doch Storytelling gelingt meiner Ansicht nach mit schwarz-weiss Fotografie oftmals besser. Vielleicht, weil man keine bunten Farben hat, die vom Gesichtsausdruck oder der Situation ablenken.

Ich kann euch empfehlen, bei der Bearbeitung einfach mal herum zu probieren oder bei der nächsten Fototour einmal bewusst daran zu denken, welches Motiv wohl in Farbe und welches in schwarz-weiss gut wirken könnte.

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Eure Meinung ist gefragt!

Was gefällt euch besser? Bunt oder schwarz-weiss? Und habt ihr ein Lieblingsfoto?

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8 Comments

  • Reply
    Tabea
    25. November 2016 at 20:37

    Schwarz-weiß und Kontraste – das gehört wirklich zusammen! Und trotzdem denken wir leider gefühlt viel zu selten daran, dass wir die Farbe in den Fotos ja mal weglassen könnten… obwohl dadurch sooo tolle Ergebnisse entstehen können. – Also klasse, dass ihr da eine Blogparade draus gemacht habt!

    Wenn mir die Belichtung so gut gelungen ist, dass die Farben wirklich schön und stimmungsvoll aussehen, dann traue ich mich auch kaum, in schwarz-weiß umzuwandeln. Und in den anderen Fällen fällt mir ohne Farben viel zu sehr auf, das die Komposition nicht so schön ist…

    Dass man mit Grautönen bei der Schwarz-weiß Fotografie nicht so weit kommt, ist mir auch schon aufgefallen. Ich bin da echt ein Freund davon, möglichst viele dunkle Töne zu haben :)

    Also den Vergleich von Farbe und keine Farbe finde ich echt gut! Bei den Plakaten finde ich aber gerade die Farben so wichtig, sodass mir die farbige Variante mehr zusagt.

    Deinen Gedanken zum Großstadtdschungel kann ich nur zustimmen, aber die Warnung spricht mich irgendwie mehr an. Wenn schon Farbe, dann muss die meiner Meinung nach einfach mehr leuchten.

    Beim dritten Vergleich dagegen tendiere ich klar zu der Farbversion – einfach aus dem Bauch heraus. Dafür stimme ich dir beim nächsten Foto wieder zu!

    Blauen Himmel mag ich in Farbe auch – vor allem das obere der beiden Bilder, da es wie ein „Lichtblick“ zwischen den Hochhäusern wirkt ;)

    Mit der Wirkung – also dass Farbe einladender und fabrloses Zeug ausdrucksstärker ist – kann ich dir auch nur zustimmen.

    Liebe Grüße

  • Reply
    katy foxc
    26. November 2016 at 10:20

    wow eine richtig tolle bilderfluht :)
    voll arg wie die fotos in farbe und dann in schwarz weiß wirken so anders :)
    glg katy

    http://www.lakatyfox.com

  • Reply
    sandra
    27. November 2016 at 8:30

    Die Fotos sind wirklich wahnsinnig schön geworden! Du hast echt alle Facetten von Berlin aufgezeigt, die ich an der Stadt so liebe :)

    Ganz liebe Grüße,

    Sandra von http://fashionholic.de

  • Reply
    Jasmin
    27. November 2016 at 12:55

    wow da sind echt viele coole fotos dabei :) also ich mag generell lieber bunte fotos, aber wie du schon schreibst, kommt es imemr auf die stimmung vom foto an. so u-bahn / verkehrsfotos find ich schwarz weiß auch nice, aber bei graffiti macht das für mich natürlich keinen sinn :D genauso bei landschaftsbildern, find ich bunt auch genrell schöner. das himmel foto zwischen den gebäuden ist eins meiner favoriten, sowie das mit dem bäumen bzw ästen und der straße in schwarz weiß, finde das wirkt sehr gruselig und schön! :) also die kombi natur+stadt in sw ist auch cool.

    Liebe Grüße
    und WHEY ich hab endlich wieder internet und kann wieder kommentieren :D falls du es nicht wusstest haha
    <3

  • Reply
    Sonnenuntergänge November - Habutschu!
    30. November 2016 at 7:48

    […] ungewöhnliche Fotos und Frieda hat mich mit ihren Herbstfotos beeindruckt. Achja, und auch dieser Vergleich von schwarz-weiß und Farbaufnahmen von Berlin von Julia gefällt mir sehr […]

  • Reply
    Städtetrip im Winter - Berlin - juliary
    10. Dezember 2016 at 11:44

    […] habe ich euch schon ein paar schwarz-weiss Fotos aus Berlin gezeigt, da möchte ich heute gleich mit etwas mehr Farbe weiter […]

  • Reply
    Ice
    27. Dezember 2016 at 0:30

    This piece was cogent, we-wllritten, and pithy.

  • Reply
    Monatsrückblick November und Dezember - Habutschu!
    19. Februar 2017 at 10:35

    […] Julia macht Werbung für Städtetrips im Winter und zeigt Berlin (unter anderem in Schwarz-Weiß). Auch Romeo und Kathi machen gern Städtetrips und zeigen uns Tipps, um Wien günstig zu erleben. […]

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