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1 Monat Shoppingsperre – So war es wirklich!

Kaum zu glauben, dass der Januar und somit auch meine Shoppingsperre so gut wie vorbei ist. Der Monat ist nur so an mir vorbei gerauscht und alles in Allem bin ich ziemlich zufrieden. Ich habe zwar nicht alles perfekt so gemacht, wie ich es mir vorgenommen habe, aber das ist auch meiner fetten Erkältung und der Prüfungsphase geschuldet. Im Februar wird es vermutlich wieder etwas ruhiger und ich kann mich mehr auf meine Vorsätze konzentrieren. Aber bevor der neue Monat beginnt: Wie erging es mir eigentlich mit meiner Shoppingsperre?


1 Monat Shoppingsperre – Meine Monatsvorsätze für den Januar

Das habe ich mir vorgenommen:

Wie ich euch bereits hier berichtet habe, möchte ich mir das Jahr 2017 in kleinere Etappen eingeteilt. Zwar habe ich mir ein paar Vorsätze (gesündere Ernährung, ein stärkeres Selbstbild) für das ganze Jahr gemacht, aber ich möchte mir auch jeden Monat und jede Woche kleinere Ziele setzen. Ich bin mir sicher, mich damit mehr motivieren zu können und so mehr zu schaffen.

Für der Januar habe ich mir ein großes Ziel gesetzt: Eine Shoppingsperre! Ich möchte einfach lernen, weniger zu konsumieren und mit dme glücklich zu sein, was ich habe. Zudem war es mir auch wichtig, meine Studienarbeiten endlich abzuarbeiten.

Wieso eigentlich eine Shoppingsperre?

Ich bin kein Mensch, der super viel Geld für Materielles ausgibt. Teure Handtaschen haben mich noch nie wirklich angelacht, auch bei Schuhen bin ich eher sparsam. Ein Paar Sneaker vielleicht mal, aber auch das hat nachgelassen, im Winter sowieso. Mein Problem sind eher die Spontankäufe. Ein neuer Pulli da, ein neuer Schal hier – und wie wir gelernt haben macht Kleinvieh auch Mist. Fragt mein Konto, das wird euch da zustimmen!

In letzter Zeit habe ich aber angefangen, meinen Konsum zu überdenken. Gerade die Fast Fashion Industrie schreckt mich zurzeit schon sehr ab, und wenn ich dann mitbekomme, dass manche Menschen wirklich jede Woche irgendetwas kaufen – da frage ich mich schon, wieso man so verantwortungslos mit seinen Mitmenschen und der Umwelt umgeht. Muss man denn wirklich jedem Trend hinterher rennen? Ist es denn so wichtig, was andere von unserem modischen Erscheinungsbild halten?

Was habe ich mir davon erhofft?

Also habe ich mir ein Ziel gesetzt: Eine Shoppingsperre für Januar. Ein Monat macht natürlich nicht sonderlich viel aus, aber ich wollte erst einmal beobachten, was genau das mit mir macht. Wie oft shoppe ich eigentlich wirklich und sind es eher Spontankäufe, oder Sachen, die ich wirklich schon lange haben wollte?

Außerdem habe ich gehofft, meinen Konsum so auch dauerhaft etwas einschränken zu können.

Also, wie lief meine Shoppingsperre?

Ich muss sagen, es lief eigentlich wirklich gut. Ganz am Anfang habe ich kurz dagegen verstoßen und mir ein Bullet Journal gekauft, aber das war für meine Planung eben einfach notwendig. Auch bei meinen Polaroid Bildern habe ich erst mal mit mir gehadert, aber da ich auch wieder mehr fotografieren möchte, sind diese kleinen Babies für mich eben essentiell. Zudem hatte ich natürlich auch Kosten für meine Studienarbeiten, die ich natürlich zu tragen hatte, aber da führt nunmal kein Weg vorbei.

Allerdings hat man als Blogger natürlich auch so 1-2 Privilegien, wie beispielsweise coole Kooperationen mit Firmen. So bin ich zu meinen Overknee Stiefen von Sacha (übrigens ohne Leder, yay!) und den Sandalen von TEVA gekommen (bald mehr), die ich definitiv nach Thailand mitnehmen werde.

Was das Shoppen an sich angeht, war ich aber absolut brav. Kein spontaner Besuch bei H&M, denn da möchte ich eigentlich eh nicht mehr einkaufen, und keine kurzfristigen Bestellungen bei ASOS. Eine Jacke von Urban Outfitters hat mich zwar hart angelacht, aber nun habe ich die 100€ eben gespart – auch nicht schlecht.

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Mein Fazit nach einem Monat ohne Shoppen

Ich kaufe nun bewusster, das habe ich mir fest vorgenommen. Bei der Zusammenarbeit mit Sacha habe ich beispielsweise wirlich lange gesucht, ob ich ein Paar Stiefel ohne Leder finde, außerdem habe ich eine Kooperation abgelehnt, bei der ich ein richtig cooles Paar Sneaker bekommen hätte – aber dieses Mal eben leider schon aus Leder. Ist es mir schwer gefallen? Ja! Aber ich fühle mich gut dabei, als hätte ich einen wichtigen Schritt weg vom Konsum und hin zum nachhaltigeren Denken gemacht. Auch bei Kooperationen prüfe ich die Firmen nun etwas besser, bevor ich etwas annehme. Denn auch wenn mir ein Bild mit der Tasche von XY bestimmt ein paar Instagram Likes mehr verschafft hätte – ein totes Tier oder das Blut von Menschen in Indien (um es mal hart auszudrücken) macht mich definitiv nicht glücklich.

Ich muss dazu sagen, dass ich noch lange nicht am Ziel bin. Ich komme immer noch sehr leicht in Versuchung und würde gerne mal wieder ausgiebig shoppen gehen, aber wenn, dann wird es in Zukunft eben Second Hand oder fair sein. Zumindest nehme ich mir das vor. Ich bin nur ein Mensch, ich werde eine Weile brauchen um dieses neue Verhalten zu etablieren, aber ich bin gewillt, es zu versuchen. Und das zählt doch, oder?

Kurzes Link Sharing:

Diese Blogposts mochtet ihr diesen Monat besonders:

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Übrigens hatte ich mir ja eigentlich vorgenommen, jede Woche einen kleinen Rückblick zu schreiben. Diesen Vorsatz habe ich wieder verworfen. Wieso? Es macht mir nicht besonders viel Spaß und es kommt auch nicht so gut an. Also wird die Rubrik kurzer Hand wieder gestrichen :D

Diese Links kann ich euch ebenfalls ans Herz legen:

Feminismus ist nach wie vor ein wichtiges Thema, doch ich habe so das Gefühl, dass das Wort oft missverstanden wird. Denn es geht nicht darum, Frauen MEHR Rechte als Männer zu verschaffen, es geht um Gleichberechtigung. In diesem Post könnt ihr 15 Sprüche lesen, die Männer nicht mehr hören können und ich kann die Gründe für alle sehr gut nachvollziehen.

Wer auch Probleme damit hat, es anderen immer Recht machen zu wollen, der sollte sich diesen Artikel auf EDITIONF mal durchlesen. Apropos, es anderen nicht immer Recht machen: Kira hat da ein super Video gemacht! Ich teile ihre Meinung darüber, dass Schminke nichts über eine Person aussagen sollte, und Tasnim Rödder sieht das wohl auch so. Allgemein kann ich auch EDITIONF nur ans Herz legen, denn dort erscheinen wirklich tolle Artikel, wie beispielsweise der darüber, was zur Hölle eigentlich eine echte Frau ist, oder wieso man auf einen BH verzichten sollte. Wer hingegen nach etwas leichterer Kost sucht, der kann sich ja mal diesen Studenten-Guide ansehen!

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Jetzt mal ehrlich: Wie steht es so um euren Konsum?

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3 Comments

  • Reply
    Jana
    30. Januar 2017 at 2:42

    Ehrlich gesagt, bin ich immer etwas geschockt, wenn ich höre, wie schwer manchen Menschen einen Monat kein Shoppen fällt. Das zeigt, wie sehr „Shoppen“ zum Hobby geworden ist und wie die Rudelbestellungen bei asos und zalando zur Gewohnheit geworden bin.
    Ich geh recht häufig in die Stadt um zu schauen, aber ich kaufe sehr selten etwas. Vielleicht alle drei Monate ein Teil.

    Wünsche dir auf jeden Fall, dass du deine Vorsätze umsetzen kannst und Respekt, dass du Kooperationen schon aus ethischen Gründen abgelehnt hast. Find ich super!

  • Reply
    Jenni
    30. Januar 2017 at 8:51

    Liebe Julia!

    Ich finde es ebenfalls klasse, dass du dich dem Experiment gestellt und versucht hast, einen Monat weniger zu konsumieren bzw. jetzt längerfristig auf bewussten Konsum achten möchtest.
    Es geht ja nicht darum, sich andauernd alles zu verbieten – aber gut auszuwählen, was und wo man kauft und dann lange Freude daran zu haben.
    Wir haben unseren Konsum auch drastisch reduziert. Zwar haben wir viele Dinge, die uns gefallen und die wir gerne hätten – aber wir fragen uns immer, ob das eigentlich wirklich sein muss und stellen fest, dass es auch absolut gar nichts macht, wenn man dann nicht loszieht und sich das entsprechende Teil kauft.
    Mittlerweile kaufen wir fast nur noch langfristig geplant (wir führen eine Wunschliste) und machen sehr selten Spontankäufe. Und die machen wir auch nur bei Sachen, von denen wir wissen, dass wir sie sowieso kaufen wollten (und die jetzt vielleicht gerade im Angebot sind).

    Ich wünsche dir auf jeden Fall, dass du noch weitere tolle Erfahrungen mit überdachtem Konsum machen wirst und freue mich total, dass du auch deine Kooperationspartner nach „strengeren“ Kriterien auswählst!

    Liebe Grüße
    Jenni

  • Reply
    Tabea
    31. Januar 2017 at 7:29

    Seit Beginn von 2016 kaufe ich keine neue Kleidung mehr, wenn es nicht unvermeidbar ist. Also Unterwäsche und Socken manchmal, aber den Rest besorge ich höchstens gebraucht und auch das nur in Maßen. Denn wie du will ich der Umwelt und meinen Mitmenschen die Ausbeutung einfach nicht mehr zumuten.
    Da ich aber generell nie jemand war, der viel geshoppt hat, fällt mir das auch nicht schwer.
    Und sonst achte ich bei Lebensmitteln auf bio-Qualität und Regionalität und Versuche, möglichst nicht unnötigerweise viel Bastelkram zu kaufen, denn das ist der einzige Bereich, der mich doch ab und zu schwach werden lässt.

    Die wünsche ich weiterhin viel Erfolg mit dem bewussteren Konsum!

    Liebe Grüße

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