verhütungsguide

Der hormonfreie Verhütungsguide

Wie ihr in meinem letzten Post über Menstruation vielleicht gelesen habt (übrigens, vielen Dank für das tolle Feedback!), habe ich vor circa 1,5 Jahren die Pille abgesetzt. Ich wollte mich nicht mehr mit Hormonen vollpumpen und habe damit angefangen, mich über hormonfreie Verhütung zu informieren – aber einfach ist dieses Thema nicht. Deswegen habe ich mich dazu entschlossen, einen „Verhütungsguide“ online zu stellen, der euch hoffentlich weiterhelfen wird.


Der hormonfreie Verhütungsguide

Warum hormonfrei?

Viele liebe die Pille, viele hassen sie. Doch wenn man mal ein bisschen recherchiert, dann tauchen doch einige Artikel auf, die zeigen, dass die Pille kein harmloses Spielzeug ist. Dem Körper wird vorgegaukelt, dass man schwanger ist und das kann auch psychische Folgen nach sich ziehen. Ich habe schon oft davon gelesen oder gehört, dass Frauen während sie die Pille genommen haben emotionaler, unglücklicher und auch mürrischer waren, als danach.

Zudem kann die Pille zu Depressionen, Hormonstörungen oder sogar Herzinfarkten führen. Da in der Pille auch Östrogene enthalten sind, kann es bei einer hohen Dosis zu einem Überschuss kommen, der unter Anderem Müdigkeit und Kopfschmerzen hervorruft. Eine längere Einnahme der Pille kann außerdem zu Gebärmutterhalskrebs führen, man erkrankt bei Übergewicht eventuell schneller an Thrombose (in Kombination mit Rauchen ist das Risiko sogar noch höher) und es kann sogar passieren, dass man unfruchtbar wird.

Wichtig:

Ich bin keine Ärztin, ich habe nicht Medizin studiert. Diese Informationen habe ich aus Zeitungen, Artikeln, Videos und beruhen teilweise auch auf eigenen Erfahrungen. Wenn ihr mehr darüber wissen wollt, dann sprecht bitte mit einem Fachmann. Oder einer Fachfrau, natürlich.

Warum ich persönlich die Pille abgesetzt habe:

Ich habe mich mit der Pille nie wirklich wohl gefühlt. Mal davon abgesehen, dass ich ihr (bzw. mir) nie ganz vertraut habe, hatte ich auch starke Probleme damit, sie regelmäßig einzunehmen (denn ich bin komplett vergesslich). Außerdem habe ich mich eigentlich konstant müde und antriebslos gefühlt, hatte Kopfschmerzen und in der Vergangenheit auch psychische Probleme – ob das von der Pille kommt kann ich aber natürlich nicht sicher sagen.

Ich habe mich für mich entschieden, einen natürlicheren Weg, ohne Hormone, zu probieren.

verhütungsguide

Der Verhütungsguide – Welche Möglichkeiten habe ich?

1. Kondome

Kondome sind wohl mit das gängigste Verhütungsmittel überhaupt, doch natürlich haben sie sowohl Vor-, als auch Nachteile. Die Anwendung ist einfach, auch wenn man vielleicht etwas Übung benötigt, man kann sie zu jedem Zeit im Zyklus verwenden, sie sind nicht all zu teuer und schützen vor HIV. Jedoch kann es passieren, dass sie reißen oder sogar abgelaufen sind, denn vermutlich wissen nur die Wenigsten, dass Kondome nur 4-5 Jahre halten.

2. Die Kupferkette/spirale

Die Kupferkette oder -spirale wird vom Arzt eingesetzt und wirkt bis zu 5 Jahre. Dies hat den entscheidenden Vorteil, dass man die Verhütung nicht einfach vergessen kann und sich zudem nicht mehr so viele Gedanken zu machen braucht. Allerdings ist dies natürlich auch mit Kosten verbunden und kann zudem zu stärkeren Blutungen oder Menstruationsbeschwerden führen. Des Weiteren besteht natürlich auch das Risiko, dass die Spirale verrutscht oder Schmerzen verursacht.

3. Der Verhütungscomputer

Verhütungscomputer wie beispielsweise Cyclotest sind momentan groß im Kommen. Hier misst man täglich die Temperatur und kann auch andere Aspekte wie beispielsweise Schmerzen oder die Struktur des Zervixschleims bestimmen und festhalten. Der Computer zeigt dann die fruchtbaren und unfruchtbaren Tage an und zeigt zudem auf, wann die nächste Periode oder der Eisprung ansteht. Auch Störungen wie Medikamente, Alkohol oder zu wenig Schlaf können festgehalten werden, um ein möglichst genaues Ergebnis zu erzielen.

Der Vorteil des Computers ist, dass der Zyklus komplett ungestört ist und nichts extra in den Körper eingesetzt werden muss. Natürlich ist eine gewisse Disziplin bei der Arbeit mit dem Cyclotest myWay aber wichtig, zudem muss man auch hier etwas Geld in die Hand nehmen. Hat man den Computer aber erstmal, kann man sich auch die Daten auf den PC oder das Smartphone ziehen und zum Beispiel zum nächsten Termin beim Frauenarzt mitnehmen.

4. Temperaturmessung, Kalendermethode, Coitus interruptus

Es gibt natürlich noch weitere Methoden, die allerdings ein wenig umstritten sind. Die sicherste hierbei ist vermutlich die Temperaturmethode, gefolgt von der Kalendermethode, die allerdings eher nicht als sichere Verhütungsmethode einzuordnen ist. Der Coitus interruptus alias „das Rausziehen“ ist hingegen sehr, sehr unsicher und definitiv nicht zu empfehlen.

verhütungsguide

Der Verhütungsguide – Was ist die richtige Methode für mich?

Ich denke nicht, dass es die einzig wahre, richtige Methode gibt. Jeder muss selbst wissen, was am Besten zu ihm passt und welche Faktoren wichtig oder welche nicht so wichtig sind. Ich persönlich halte es für sinnvoll, einen Zykluscomputer in Verbindung mit Kondomen zu verwenden, da dies mit keinem Eingriff in den Zyklus oder den Körper zusammen hängt und mir zudem sehr sicher erscheint. Zudem habe ich den cyclotest myWay getestet und kann sagen, dass die Handhabung sehr einfach ist und ich es gut finde, alle Daten bezüglich meiner Menstruation an einem Ort gebündelt zu haben.

Was haltet ihr von hormonfreier Verhütung und welche Methode des Verhütungsguide nutzt ihr?

*Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit Cyclotest. Dies hat meine ehrliche Meinung natürlich in keinem Fall beeinflusst.

You Might Also Like...

6 Comments

  • Reply
    Jenny
    24. Februar 2017 at 17:13

    Ich muss gestehen, dass mich die ganzen Verhütungsposts momentan echt nerven :D Aber naja. Ich überlege selber mir entweder eine Spirale oder Kette (ohgott, jetzt klingt das wieder dumm) legen zu lassen. Das ganze Messen und Co. käme für mich nur in Frage, wenn ich in einer langfristigen Beziehung bin und da dem eben nicht so ist… Ich habe schon Pille, Spritze und (momentan) Ring durch. Mich nerven weniger die Kosten, als die Tatsache, dass meine Migräne zu 80% davon stammen kann, da das wohl in der Familie liegt. Ich wollte die nächsten Wochen ohnehin mal einen Termin beim Frauenarzt diesbezüglich machen. Wenn etwas diese gottverdammte Migräne wegbekommt, will ich das wahrnehmen. Da darf das auch etwas kosten. Und langfristig gesehen ist es ja auch günstiger als die meisten Methoden…

    Liebe Grüße,
    Jenny
    http://imaginary-lights.net

  • Reply
    Carina
    24. Februar 2017 at 17:14

    Ich finde es super, dass du einen „Guide“ dazu gemacht hast!! Hätte ich nicht mit 14 schon mühselig Informationen zusammentragen müssen, wäre dieser Artikel da das beste für eine erste Meinungsbildung gewesen! ??
    Oh und ein kleiner Fehler ist mir aufgefallen, der ist aber nicht schlimm. Es heißt richtig:
    „noch weitere Methoden, die allerdings ein wenig umstritten SIND. “
    Liebe Grüße ❤

  • Reply
    Babsi
    24. Februar 2017 at 20:46

    Hallo! Ist ein Diaphragma keine Alternative für dich? Ist doch auch hormonfrei oder?

    • Julia
      Reply
      Julia
      24. Februar 2017 at 21:07

      Tatsächlich ist das auf den Seiten, auf denen ich unterwegs war, nicht aufgetaucht. Ich erkundige mich aber nochmal und ergänze das gegebenfalls :)

      • Reply
        Babsi
        25. Februar 2017 at 13:12

        Interessant, dass es nirgendwo erwähnt wurde. Freu mich auf jeden Fall auf deine Meinung falls du es ergänzt :)

  • Reply
    Corinna
    26. Februar 2017 at 18:29

    Schöne Übersicht; find ich gut, dass du darauf aufmerksam machst. Ich hab auch schon vor ein paar Jahren die Pille abgesetzt, nachdem ich sie fast zehn Jahre bedenkenlos täglich geschluckt habe. Verrückt, dass man sich da als junger Mensch so wenig Gedanken drüber macht, oder? Naja ich bin mit NFP jedenfalls auch sehr zufrieden und hab ein besseres Gefühl. :)
    Liebe Grüße,
    Corinna
    http://www.kissenundkarma.de

  • Leave a Reply

    %d Bloggern gefällt das: