Fair Fashion

Fair Fashion für Anfänger

Schon lange wollte ich damit anfangen, mich etwas mehr mit Fair Fashion zu beschäftigen, doch ich hatte ein großes Problem: Wo genau fange ich an? Und worauf achte ich? Soll ich gleich alles auf einmal beachten? Kann ich dann überhaupt noch irgendetwas kaufen? Oder ist alles viel zu teuer? Fragen über Fragen. Dabei gibt es viele Möglichkeiten, in die Fair Fashion Welt einzusteigen und ich möchte euch eben diesen Einstieg mit diesem Post ein bisschen erleichtern.


Fair Fashion für Anfänger

Bevor du beginnst:

Ich finde es sehr gut, schon einmal eine grobe Ahnung zu haben, was man für einen Stil hat, bevor man anfängt, sich mit Fair Fashion zu beschäftigen. Denn Sinn und Zweck ist es nicht, sich dauernd neue Teile zu kaufen und herum zu experimentieren wie verrückt. Stattdessen möchte man ja bewusster einkaufen – und da ist es hilfreich, wenn man weiß, was einem steht und was man auch wirklich trägt.

Außerdem kann ich es empfehlen, den Kleiderschrank zuvor noch einmal richtig auszumisten und sich zu überlegen, was man wirklich noch braucht und was man schon hat.

Das Wichstigste ist aber Folgendes: Du bist nur ein Mensch. Wenn du vorher jede Woche bei H&M, Zara und Co. eingekauft hast, dann wird es dir vermutlich schwer fallen, nur noch fair, vegan und nachhaltig zu shoppen. Und das ist okay. Ich kaufe auch noch ab und an Dinge, die nicht 100% diese Aspekte beinhalten, aber ich versuche, mich immer mehr und mehr anzunähern. Eine etwas längere Umstellungsphase ist also vollkommen in Ordnung.

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01. Vegane Materialien

Wenn es dir im Moment noch zu schwer fällt, komplett auf faire Mode umzusteigen, dann kannst du damit anfangen, nur noch vegane Kleidung zu kaufen. Ich kann dir versprechen, das macht schon einen gewaltigen Unterschied. Daunenjacken, Ledergürtel, die meisten Sneaker – all diese Dinge sind meistens aus Leder hergestellt. Klar, man kann nicht immer perfekt nachvollziehen, ob nun wirklich vegan produziert wurde, aber es ist ein Schritt in die richtige Richtung.

Die Overknees in den Fotos habe ich beispielsweise durch eine Kooperation mit Sacha bekommen. Ich habe keinerlei Einsicht darüber, wie Sacha produziert, allerdings sind die Stiefel nicht aus Leder gemacht und somit ein echter Glücksgriff für mich.

Wenn ihr also bei Sacha beispielsweise Stiefeletten kaufen wollt, dann könnt ihr euch oben rechts unter „Filter“ nur vegane Materialien anzeigen lassen. Auf der Artikelseite des Produkts sind normalerweise auch die Materialien aufgelistet.

02. Second Hand

Wenn man dann doch mal mit bestimmten Sneakern liebäugelt, diese aber leider aus Leder sind, dann ist es immer eine gute Idee, im Second Hand Bereich zu schauen. Gerade Kleiderkreisel hat schließlich eine tolle Auswahl, oftmals auch an neuwertigen Produkten. Meine Vans und meine Dr. Martens habe ich beispielsweise beide Second Hand erstanden und bin sehr glücklich darüber.

03. Nicht gleich alles wegschmeißen!

Ich für meinen Teil halte es nicht für besonders nachhaltig, gleich alles wegzuschmeißen, was man schon gekauft hat, weil es aus Leder ist oder nicht fair produziert wurde. Bei Kosmetik ist es für mich das Selbe. Die Jacke auf den Fotos habe ich beispielsweise bei Pull&Bear gekauft. Ich war damals irre glücklich, da sie nicht mit Daunen gefüllt ist, jetzt möchte ich Pull&Bear allerdings nicht mehr so gerne unterstützen. Die Jacke wegzuschmeißen halte ich dann aber doch nicht für den richtigen Weg.

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04. Faire Labels

Bei dariadaria findet ihr eine tolle Auflistung an Stores, die fair produzieren. Ich kann euch beispielsweise empfehlen, mal bei BASTIBASTI vorbei zu schauen (hier seht ihr ein weiteres Outfit), denn ich liebe die Sachen dort sehr und der Pulli (seht ihr auf den Bildern) hat eine unglaubliche Qualität. Auch im ASOS Green Room findet ihr tolle Sachen!

05. Informiert euch!

Wenn ich mir mal wieder eine Dokumentation oder ein Video über Nachhaltigkeit oder Veganismus angesehen habe, dann bin ich besonders motiviert, meine Entscheidungen besser zu überdenken. Ich kann euch beispielsweise The True Cost auf Netflix empfehlen, aber auch dieses Video hat mir die Augen geöffnet.

06. Denkt über eure Käufe bewusst nach!

Das Wichtigste ist es für mich aber, Käufe bewusst zu überdenken. Wenn ich weiß, dass ich bestimmte Teile sicherlich lange behalten und tragen werde, dann kaufe ich diese mit deutlich besserem Gewissen, als wenn ich für ein Trend-Item halbherzig Geld ausgebe. Man braucht keine 10 Pullover, 15 Hosen und 20 Paar Sneaker. Auch wenn man manchmal mit dem inneren Schweinehund etwas debattieren muss, less is more. Und wenn man weniger Geld für Shopping ausgibt, dann spart man es eben für andere tolle Dinge!

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Jacke: PULL&BEAR (vegan, aber nicht fair)

Pullover: BASTIBASTI (vegan & fair)

Overknees: Sacha (vegan, aber nicht fair)

Befasst ihr euch mit Fair Fashion? Und was hat euch am Anfang geholfen?

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4 Comments

  • Reply
    Anna
    5. Februar 2017 at 19:34

    Ein toller Artikel – und genau das, was mir so oft gefehlt hat! Ein kleiner Anstoß, um wenigstens Schritt für Schritt in die richtige Richtung zu gehen. Danke für diesen Anfänger-Guide!

    • Julia
      Reply
      Julia
      5. Februar 2017 at 19:57

      Hallo Anna,
      es freut mich so, so sehr, dass ich dir einen Anstoß geben konnte!
      Wenn du dich mal austauschen möchtest (aller Anfang ist schließlich schwer), dann schreib mir gerne. Ich bin ja auch noch mitten im Prozess :)

      Liebe Grüße!

  • Reply
    Malina Sternberg
    6. Februar 2017 at 12:00

    Sehr schöne Tipps! :)
    Durch den Asos Green Room muss ich mich wohl mal klicken… Ich habe vergangenes Jahr auch versucht mehr in diese Richtung zu gehen, ich habe mehrere Monate lang das Konzept der Capsule Wardrobe getestet. Das hat mir auch die Augen geöffnet, dass man wirklich gar nicht so viel braucht.

    Grüße, Malina
    http://malinaflorentine.de

  • Reply
    Tina
    9. Februar 2017 at 10:43

    Tolle Vorschläge, die man auch direkt so umsetzen kann – gerade als „Einstieger“ finde ich sowas immer super, da es den Beginn erleichtert :-)

    Und der Hoodie ist megacool!
    xxx
    Tina
    http://styleappetite.com

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