Influencer

Ihr „Influencer“ kotzt mich an

Ja, richtig gelesen. Das wird man wieder eine kleine Hass-Tirade über Influencer. Again. Super innovativ ist das zwar nicht, aber mich regt dieses Thema einfach so sehr auf. All die Falschheit, Goodie-Geilheit und das falsche Lächeln kann ich einfach nicht mehr ab. Was ich meine? Lest selbst!


Ihr „Influencer“ kotzt mich an!

Die Fashion Week ist vorbei und ich war nicht dabei. Wieso lest ihr übrigens hier. Einerseits bin ich schon ein bisschen traurig, meine Lieblings-Bloggerinnen verpasst zu haben, doch eines habe ich nicht vermisst: All die heuchlerischen so called Influencer, die eigentlich überhaupt keinen Einfluss haben sondern einfach nur Mode- und Trendopfer sind. Sorry, für die harte Ausdrucksweise.

Gieriger geht’s einfach nicht

Versteht mich nicht falsch, ich kenne das auch. Die Followerzahlen steigen, immer mehr und mehr Firmen kommen auf einen zu, dauernd kann man neue Produkte testen. Cool ist das schon. Doch irgendwann sollte diese grenzenlose Goodie-Geilheit auch mal nachlassen – nicht so allerdings bei vielen der lieben Instagram Influencer. Bei der Fashion Week wird deswegen gerne mal ewig an einem Stand rumgegammelt, damit Jemand auf Einen aufmerksam wird und man Visitenkarten austauschen kann – bei Produkten, die nicht einmal zur Person passen. Aber kein Problem, währenddessen kann man ja ewig über das Outfit der Bloggerin neben einem lästern, bis sie sich dann umdreht und man schnell zusammen ein Selfie für Instagram macht. Kotzwürg.

Achso – Du bist also Blogger?

Was mich aber am allermeisten aufregt, sind die „Instagram Influencer„, die nun auch einen eigenen Blog haben. Einen Blog, der über kein Design verfügt, sondern in den einfach ein Mal die Woche ein liebloser 0815 Beitrag geklatscht wird – hauptsächlich natürlich Produkttests – damit noch mehr Firmen auf einen aufmerksam werden und man sagen kann „ich poste auch gerne etwas auf meinem Blog„. Das zieht nämlich immer. MEINE FRESSE.

Wo genau hast du denn bitte Influence?

Früher habe ich mich auch als Influencer bezeichnet, weil die Firmen interessanter Weise darauf angesprungen sind. Kaum hatte man diese Definition in der Bio stehen, schon kamen die Kooperationspartner an wie Schmetterlinge bei einem bunten Blumenfeld. Mittlerweile brauche ich das nicht mehr, denn mir ist eines klar geworden: Dieser Begriff ist einfach nur falsch. Jeder, der auf Instagram mehr als 10000 (gekaufte, falsche) Follower hat, bezeichnet sich mittlerweile so, dafür, dass er Produkte vorstellt, die jeder vorstellt und sich so in Szene setzt, wie sie jeder in Szene setzt. WOW – das ist wirklich einflussreich.

Deine Falschheit kann ich mir sparen

Unter Anderem deswegen hat mich letztens die Wut gepackt und ich habe einfach alle so called Influencer aus meiner Abo Liste verbannt. All die Mädels, die den selben Content machen und mit denen ich nichts zu tun habe, habe ich einfach gelöscht. Sorry. Aber ich habe absolut keinen Bock mehr darauf, unter Fotos dauernd belanglosen Small Talk auszutauschen und so zu tun, als würde man sich für das Leben des Anderen interessieren, wenn man eigentlich nur auf noch mehr Follower und Likes aus ist. PFUI!

Das Resultat ist übrigens Folgendes: Weniger Likes, weniger Follower, weniger Interaktion. Ist aber okay für mich, denn all dieses hinterfotzige Getue und den Pseudo Realtalk kann ich mir wirklich sparen.

Wie seht ihr die Influencer Debatte? Schreibt es mir!

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15 Comments

  • Reply
    Sabrina
    2. Februar 2017 at 18:28

    Hallo Julia!
    Ich bin ganz deiner Meinung und finde, du hast es ganz gut auf den Punkt gebracht. Danke für diesen ehrlichen Beitrag :)
    Ich würde mich selbst an diesem Punkt, an dem ich jetzt stehe, nichtmal als „Bloggerin“ bezeichnen – bin eigentlich Stylistin, meinen Blog habe ich für mehr Sichtbarkeit geplant. Dort möchte ich zwar auch Produkttests veröffentlichen, aber genrerell nur über Dinge schreiben, von denen ich wirklich überzeugt bin.
    Man wird von anderen ja eh schon augenrollend begrüßt, wenn man die Worte „Blogger“ oder „Influencer“ in eine Selbstbeschreibung einbaut.

    Ich glaube auch, dass viele Firmen Fehler im Influencermarketing machen und sich damit gar nicht richtig befassen. Hauptsache viel Reichweite, egal wo und wie die Werbung ankommt.

    • Reply
      Andrea
      3. Februar 2017 at 14:00

      Haptsache viel Reichweite! Da kann ich dir nur zustimmen!
      Bei vielen Firmen verstehe ich es nicht mehr warum sie noch mit Bloggerin XY arbeiten..da wird der Post oder das Video so lieblos hingeklatscht oder kommt zu spät etc… sehr schade. Ich fände es toll wenn Firmen wieder auf Qualität achten würden,weil ich gar nichts gegen hübsch verpackte bezahlte Posts habe. Aber oft habe ich einfach das Gefühl dass sich keine Mühe gegeben wird.

    • Reply
      Urs E. Gattiker - DrKPI, #BrandRank, #BlogRank
      5. Februar 2017 at 17:50

      Liebe Julia

      Diesen Eintrag habe ich über Blogger Fragen Blogger (Schweiz) gefunden. Ich fand den Auszug so interessant, kam gleich hierher und musste den Beitrag Lesen.

      Ich verstehe deine Frustration. Dies umso mehr, da Influencer sehr schwierig zu definieren ist und noch schwieriger zu messen.
      Heisst dies, ich gehe wegen Dir in den Laden und kaufe was, dass ich ansonsten nicht gekauft hätte ….

      Nein ich habe keine Antwort auf diese Frage oben. Doch wenn wir messen und darüber schreiben, sind Firmen oft erstaunt wie unsere Kennzahlen zeigen, wie oft die grossen Influencer eigentlich nicht ihr Geld wert sind. Kleine Influencer aber umso mehr! ===> http://blog.drkpi.de/tag/reichweite/

      Am meisten bringt doch immer noch der Blogger mit Herz. Sie bloggt z.B. zu Hobbyzwecken. Berichtet ehrlich und authentisch über ein Produkt, welches sie liebt und gerne nutzt. Für mich sind Blogger gerade dann interessant, wenn sie das Produkt gekauft haben und dann über ihre Erfahrung schreiben.

      Natürlich, das geht nicht wenn man vom Bloggen leben muss und/oder will. Dann brauchen wir ein anständiges Honorar. Doch die Honorare sind auch nicht immer zufriedenstellend….

      Ich hoffe du bloggst weiterhin in Deinem manchmal harten Stil. Es ist ehrlich und gibt mir vertrauen in deinen Inhalt.

      Grüessli
      urs

  • Reply
    Laura
    2. Februar 2017 at 18:44

    deine instastatistik sagt anderes

  • Reply
    Jini
    2. Februar 2017 at 22:33

    Hart – triffst es aber auf den Punkt.
    Lustigerweise habe ich genau das gleiche gestern bei Instagram gemacht. Alle Accounts gelöscht, die nur noch bezahlten unehrlichen Conent liefern, die überall gleich aussah.

    Lg Jini

  • Reply
    Jini
    2. Februar 2017 at 22:34

    *der

  • Reply
    Mamamulle
    3. Februar 2017 at 0:04

    Du hast sooo recht *grummel*

  • Reply
    Jana
    3. Februar 2017 at 1:57

    Ich glaube auch, dass deren „Influence“ komplett überschätzt wird. Natürlich weiß ich nicht, wie deren Zielgruppe so tickt, aber ich bezweifle, dass die sofort losrennen, wenn sie einen Nude-Lippenstift im Profil sehen. Gerade wenn die Produkte hochpreisiger werden, ist der Werbeeffekt unglaublich gering, schätze ich.
    Solche Leute habe ich zum Glück gar nicht mehr in meinem Feed. Ich hab auch längst alle verbannt, die einfach nur Selfies posten. Sowas ist mir zu doof und macht schlechte Laune :)

  • Reply
    Mela
    3. Februar 2017 at 7:35

    Recht hast du! Super Artikel! „Toll“ ist auch, wenn sie heute gegen Pelz sind und morgen für eine Firma „Werbung“ machen, die immer wieder wegen Tierversuchen in den Schlagzeilen ist. Kotz! Eigene Meinung? Von wegen! Eigener Stil? Fehlanzeige. Ich glaube, die meisten Blogs sind heutzutage so gestrickt. Hauptsache Follower und Werbung, entschuldigt, Produkttests. Und die Follower sind doch nur andere Blogger. Echte Leser,bist mein Gefühl, haben nur wenige. Bei gefühlten 10000000 Hundeblogs, Modeblogs usw kein Wunder. Also nochmals: Danke!

  • Reply
    Moon, Sea and We
    3. Februar 2017 at 8:36

    sehr wahr. und da frage ich mich einfach wie finden wir da noch unseren weg? irgendwie springt ja eine irre anzahl von menschen einfach auf die 0815 influencers an…. mmmmhhh… regt zum nachdenken an.

  • Reply
    Ayat AL
    3. Februar 2017 at 9:42

    Toller Beitrag !
    Auf Instagram sieht man nur noch die Tee’s und so und man fragt sich wirklich „bist du wirklich begeistert oder tust du nur so ?“ Naja, sehr sehr schade sowas zu sehen. Ich denke mir immer Wow diese Menschen die so viel Zeit in ihrem eigenen Blog und auch Beitrag investieren werden weniger beachtet als die „Instagram Bloggers“ und das ist schon sehr schade.
    Ich finde Kooperationen mit Firmen tol, bzw. wenn du was testen darfst aber würde trotzdem aber meine ehrliche meinung dazu geben und nicht alles gut und schön reden und nur mit Firmen kooperieren die zu mir passen.
    InLove,
    Ayat von http://www.Flashyurface.blogspot.de

    • Reply
      Alicja Wiktoria
      3. Februar 2017 at 12:35

      Gerade diese Tees! Ich habe mal auf die Website der größten Insta Tee Marke geschaut. Brutal, was die kosten! Wer zahlt denn bitte so viel Geld für Tee?

      Ich werde es einfach nicht verstehen.

  • Reply
    Alicja Wiktoria
    3. Februar 2017 at 12:34

    Da hat aber jemand seinen Prass….! Aber ich verstehe Dich gut. Diese geleckten, perfekten, kotzlangweiligen Fotos immer… Und Du hast die verdammten Pfingstrosen vergessen!

    Ich bleibe lieber in meiner Blase, in der meine Abonennten und meine Abonnierenden um die 1000 Follower haben. Wir machen schöne Bilder, aber keine High Class. Es darf auch mal ein leicht unscharfer Handyschnappschuss sein. Dafür sind die Fotos ehrlich und authentisch. Und das will ich sehen. Für den Rest kaufe ich mir die Cosmo, dort bekomme ich auch hochglänzende Werbebilder.

    Viele Grüße
    Alicja Wiktoria

  • Reply
    Full Of Diaries
    11. Februar 2017 at 17:03

    Du sprichst sicher vielen aus der Seele. Ich für meinen Teil kann das voll und ganz unterschreiben. Auch ein Grund, weswegen mich ein Lifestyle-Blog nicht länger reizte.

    Full Of Diaries

  • Reply
    Amber
    8. Mai 2017 at 22:04

    Hi Marilyn – I’m not 100% sure about mulching geraniums and how they respond as I do;#28&17nt grow them myself, but it should be beneficial provided you keep the stems clear of mulch to prevent stem rot.

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