Personal Style

Was ich über Personal Style gelernt habe

Früher habe ich immer Menschen mit einem eigenen, außergewöhnlichen Stil bewundert. Doch währenddessen war ich ein absolutes Trend-Opfer und habe bei den gängigen Modeketten eingekauft, klassisch Mainstream eben. Mittlerweile weiß ich, dass Personal Style mehr bedeutet, als immer im Trend zu sein und sich trotzdem von der Masse abzuheben.


Was ich über Personal Style gelernt habe

01. „Macht mich das dick?“

Wohl eine der bekanntesten und auch gefürchtesten Fragen überhaupt, würde ich mal behaupten. Früher dachte ich immer, dass ich bestimmte Teile nicht tragen könnte, weil sie mich dick machen. Also habe ich Mom Jeans immer aus der Ferne angehimmelt, mich aber selbst nie getraut, selbst eine zu tragen.

Mittlerweile ist das etwas anders. Klar, ich habe auch manchmal noch so Tage, an denen ich vor dem Spiegel stehe und mir denke „Alter, siehst du fett aus„, aber so Tage gibt es eben. Ich bin dazu übergegangen, Dinge zu tragen, die ich schön finde, auch wenn sie 1-2 Kilo mehr auf die Hüften schummeln und genau dies hat mir geholfen meinen Personal Style weiter zu entwickeln und nicht immer nur schwarz zu tragen, weil das optisch schlanker macht. Und ich meine ganz ehrlich, wenn dich jemand danach beurteilt, wie schlank du bist, dann hat derjenige eh nichts in deinem Leben verloren.

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02. Second Hand Liebe

Ich habe eine schwere Entscheidung getroffen und mich von Zara, H&M und Co. verabschiedet. Wenn ich ehrlich bin, dann nicht voll und ganz, aber ich bin auf einem guten Weg, beinahe alles nur noch Second Hand zu kaufen und bin damit einfach unglaublich zufrieden. Ich liebe den Gedanken, dass das Teil, was ich da gerade trage, eine Geschichte hat.

Man muss vielleicht manchmal etwas länger suchen, um etwas zu finden, was einem wirklich gefällt. Zudem dauert es, bis man einen Lieblingsstore für sich gefunden hat, aber mittlerweile weiß ich ganz gut, wo ich was finde und laufe im Moment sogar fast wieder Gefahr, zu viele Klamotten zu kaufen, weil ich einfach so viele tolle Teile entdecke, die einfach 1:1 zu mir passen.

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03. Sich einfach mal etwas trauen

Ich finde das an anderen immer so toll, würde mich das aber selbst nie trauen„. Ein Satz, den ich von meinen Freundinnen schon öfter zu hören bekommen habe. Meine Antwort darauf ist eigentlich immer die Selbe: „Trau dich einfach„. Was soll denn schon passieren? Vielleicht kassiert man hier und da ein paar blöde Blicke, aber man gewöhnt sich daran. Und wenn man Bock auf etwas Ausgefallenes hat, wieso sollte man es nicht einfach tun.

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04. Pinterest, mein bester Freund!

Ich weiß nicht, wie oft ich auf diesem Blog noch von Pinterest schwärmen werde. Vermutlich noch so 1-2 Mal, denn diese Plattform ist einfach fabelhaft. Man kann sich nicht nur Outfits, sondern auch Moodboards, Farbschemen und andere Inspirationen abspeichern, die dabei helfen können, den Personal Style zu verbessern. Ich für meinen Teil habe mich beispielsweise sehr mit den 70ern, den 80ern und dem 90er Grunge angefreundet und versuche Elemente aus diesen Jahrzehnten mit den heutigen Trends für mich zu vereinen. Mode ist mittlerweile eher ein rießiges Spiel für mich, in dem man einfach nicht verlieren kann.

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05. Mainstream ist schon ok.

Ich weiß nicht genau, wieso man ständig den Drang hat, sich von der Masse abheben zu müssen, aber er ist eben da. Und dabei ist es manchmal wirklich komplett unnötig. Ich meine, wenn man eben gerade auf fancy Sneaker, Hoodies und Co steht, dann ist das nunmal im Trend. Ja und? Ist doch okay. Wieso sollte man denn Trend-Teile verbannen und sich verbiegen, nur um zwanghaft anders zu sein? Macht ja auch keinen Sinn.

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Brille: E&E | Slipknot Shirt: Second Hand

Jacke: Second Hand | Tasche: Mamis Kleiderschrank

Jeans: Pull & Bear | Sneaker: Nike Air Force

Mein Personal Style Fazit:

Mode sollte Spaß machen und sich nicht nach Regeln, Figur und Trends richten. Wenn du Bock hast, einen Pulli zu tragen, der etwas mehr auf die Hüfte schummelt, dann scheiß drauf. Und wenn dir der neue Trend XY so gut gefällt, dann mach ihn mit, auch wenn du dann mit dem Strom schwimmst. Es ist doch egal, ob dein Stil total außergewöhnlich ist, oder nicht. Dein Personal Style, das bist du. Und das ist genug.

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Habt ihr euren Personal Style schon gefunden?

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10 Comments

  • Reply
    Anna
    2. April 2017 at 9:24

    Ja, ja, JA! Das Fazit fasst es perfekt zusammen. Und die Fotos sind wirklich schön, das Outfit steht dir sehr gut <3

  • Reply
    Seline
    2. April 2017 at 16:36

    Dein Fazit könnte auch von mir stammen! Ich stimme dir zu, zu 100 Prozent und in allen oben erwähnten Punkten:) Bei Personal Style geht es weniger darum, für andere unfassbar stylisch zu wirken, als darum sich selbst mit Kleidung darzustellen – das Innere nach Außen zu tragen.

    Ich finde es schön, dass du auf Personal Style setzt! Ich versuche es auch, denn es ist einfach viel authentischer:)

    Liebst, Seline
    SEL’S CLOSET

    • Reply
      Kaley
      8. Mai 2017 at 22:22

      It would be tempting to contact her and say, “now that I’ve read your emails, you seem great. OMG LET’S BE FRIENDS AG8NI!&#A221; But ignoring her seems to be making her head all explodey, so I would continue to do that.

  • Reply
    Ruhrstyle vegan.nachhaltig.fair.
    3. April 2017 at 10:08

    Ein guter Beitrag mit der Botschaft: Mach dein Ding! Das finde ich super. Trends an sich finde ich auch in keinster Weise tragisch und diese absichtliche dagegen sein einfach aus Prinzip macht wohl wenig Sinn. Das einzige was ich als problematisch ansehe ist, das die Trends ständig wechseln und dementsprechend oft auch in den Shops gewechselt werden, was sich mit Nachhaltigkeit nicht wirklich vereinbaren lässt.

    Allerdings kann man Trends ja auch second hand kaufen, oder am besten vintage. :-)

    Viele Grüße
    Rebecca

  • Reply
    Ruth
    3. April 2017 at 10:42

    Liebe Julia,
    mich würde interessieren, wo du Second Hand einkaufst?
    Liebe Grüße
    Ruth

  • Reply
    Thao
    3. April 2017 at 12:07

    Super Post :)
    Habe schon bemerkt, dass du echt deinen Style gefunden hast. Find den auch mega :D Ich liebe vor allem deine Second Hand Pullis.
    Ich mag irgendwie viel zu viele Styles, um mich auf einen beschränken zu können. Deswegen ist mein Personal Style einfach alles worauf ich Bock habe, haha :D Egal wo wie und was :D

  • Reply
    Jenni
    3. April 2017 at 18:29

    Liebe Julia,

    ich kann mich da den Anderen nur anschließen: Deine Botschaft des Artikels finde ich klasse!
    Weder verteufelst du das eine (mit-der-Mode-Gehen) noch das andere (auch mal auf die Nase fallen – was ja irgendwo dazugehört) und ermutigst, das eigene Ding zu machen.
    Bezüglich der Oversized-Shirts habe ich auch lange mit mir gehadert (eben wegen der paar zusätzlichen Kilos, die dann draufgeschummelt werden) – aber nun trage ich sie regelmäßig und gerne, weil sie einfach umwerfend bequem sind!

    P.S.: Toll, dass du den Fast-Fashion-Riesen den Rücken gekehrt hast! <3

    Liebe Grüße
    Jenni

  • Reply
    Tabea
    3. April 2017 at 20:18

    EIn toller Post! Da bist du mir echt einen Schritt voraus: Mein Stil entwickelt sich gerade, nachdem ich mch jahrelang z.B. nicht traute, Kleider zu tragen, weil die eben Weiblicher wirken und ich charakterlich aber eben nicht typisch Mädchen bin… Aber langsam werde ich mutiger ;)
    Second Hand liebe ich übrigens auch.
    Liebe Grüße

  • Reply
    Jule
    21. April 2017 at 15:11

    Also um es kurz zu sagen, geiler Text, geile Bilder ! Ich mags :)
    Liebe Grüße Jule

  • Reply
    Fashionqueens Diary
    22. April 2017 at 17:48

    Super Post mit einer tollen Einstellung von dir! Jeder ist anders, jeder hat einen anderen Geschmack und das auch tatsächlich zu leben, trägt zum Wohlfühlen bei :)

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